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10.01.2008

16:49 Uhr

HiFi-Hersteller

Bang&Olufsen wechselt Chef und Strategie

Der dänische Luxus-HiFi-Produzent Bang&Olufsen (B&O) wechselt nach einer überraschend schlechten Zwischenbilanz den Konzernchef aus. Der bisherige Vorstandschef Torben Ballegaard Sørensen wird mit sofortiger Wirkung freigestellt.

HB STRUER/KOPENHAGEN. Aufsichtsratschef Jørgen Worning benannte als Hintergrund, dass B&O in der nun zu Ende gehenden weltweiten Hochkonjunktur "insgesamt nicht das gewünschte Wachstum" erreicht habe.

Sørensen musste am Vortag eine massive Reduzierung der Gewinnerwartungen für 2008 nach Umsatzeinbrüchen Ende letzten Jahres einräumen. Der Kurs der B&O-Aktie war danach zeitweilig um 28 Prozent auf 323 Kronen (43,4 Euro) gefallen. Der Aufsichtsrat kündigte einen "Strategiewechsel" mit der Rückbesinnung auf das Kerngeschäft an und will einen Nachfolger für den entlassenen Konzernchef außerhalb von B&O suchen.

Im letzten Quartal (bis 30. November 2007) wurde der Vorsteuergewinn von 181 Mill. Kronen auf 94 Mill. Kronen fast halbiert. Im Dezember habe es sogar einen "plötzlichen" Umsatzeinbruch gegeben, weil die Käufer in den USA und Europa sich bei sehr teuren Produkten der Unterhaltungselektronik stark zurückgehalten hätten, hieß es aus Struer. Für das Geschäftsjahr 2007/2008 rechnet B&O nun nur noch mit einem Vorsteuergewinn zwischen 360 und 400 Millionen. Das Unternehmen war unter Sørensens Führung neben seinen klassischen Audio- und Video-Produkten für gehobene Haushaltsansprüche auch in das Geschäft für die Autoausrüstung und Hotel-Anlagen eingestiegen.

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