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11.01.2007

19:30 Uhr

Hintergrund

Die neuen Köpfe im VW-Konzern

Der neue VW-Boss und frühere Audi-Chef Martin Winterkorn hat wichtige Schlüsselpositionen im Konzern mit bisherigen Audi-Managern besetzt. Eine Übersicht:

HB WOLFSBURG. JOCHEN HEIZMANN: Der 54-Jährige leitet künftig im Konzern das neue Ressort Produktion. Heizmann kennt sich wie Winterkorn in Wolfsburg und Ingolstadt aus. Bei Audi sicherte er zuletzt als Produktionsvorstand die starke Ausweitung des Absatzvolumens ab. Seine Karriere in der Autobranche hatte er vor 24 Jahren bei Audi gestartet. Dort leitete er zunächst die Abteilung Arbeitssysteme. Bis 1991 folgten weitere Führungsfunktionen wie zum Beispiel die Leitung der Hauptabteilung Technologieentwicklung. Nach seinem Wechsel nach Wolfsburg übernahm er die Leitung des Bereiches Zentralplanung Aggregatebau. Später leitete er die Produktionsplanung der Marke Volkswagen. 2001 kehrte er als Vorstand zu Audi zurück. Mit Hilfe von Produktivitätssteigerungen erreichte er, dass Audi noch immer 90 Prozent seiner Fahrzeuge in den Stammwerken Neckarsulm und Ingolstadt produziert.

STEPHAN GRÜHSEM: Grühsem wird als Mitglied der Konzernführung neuer Leiter der Konzernkommunikation. Er leitet seit Herbst 2002 die Kommunikation der Audi AG. Der 44-Jährige hatte seine Medienlaufbahn nach dem Wirtschaftsstudium mit einem Tageszeitungs-Volontariat begonnen. Nach einigen Jahren als Fachredakteur für Marketing- und PR-Themen war er zehn Jahre lang Redakteur mit dem Schwerpunkt Autothemen beim „Handelsblatt“ und „Capital“. 1999 wechselte er zu VW und koordinierte dort unter anderem die Motorpublizistik. Der gebürtige Duisburger ist verheiratet und hat zwei Kinder.

WALTER DE SILVA: De Silva soll nach Darstellung aus Konzernkreisen neuer Designchef in Wolfsburg werden. Er gilt als einer der Väter des aktuellen Audi-Erfolgs. Der mehrfach preisgekrönte Leiter Design der Audi-Markengruppe verpasste den Modellen ein kraftstrotzenderes, sportlicheres Design. Der 55-jährige Italiener hatte seine Karriere 1972 im Fiat-Designzentrum in Mailand gestartet. Nach Tätigkeiten unter anderem beim Instituto Idea in Mailand und bei Trussardi wechselte er 1986 zu Alfa Romeo. Acht Jahre später übernahm er die Leitung des Designzentrums von Fiat und Alfa Romeo und fünf Jahre später die von Seat. Im Frühjahr 2002 wechselte er zu Audi, wo er auch für das Design von Seat und Lamborghini verantwortlich ist.

ULRICH HACKENBERG: Hackenberg wird bei der Kernmarke VW neuer Entwicklungs-Vorstand. Er ist derzeit unterhalb der Vorstandsebene einer von drei verantwortlichen Managern in der Audi- Entwicklungsabteilung und Leiter der Aufbauentwicklung mit dem Schwerpunkt Karosserie, Innenausstattung und Fahrzeugsicherheit. Nach dem Maschinenbaustudium war der 56-Jährige von 1978 bis 1985 am Institut für Maschinenbau an der RWTH Aachen. Nach dem Wechsel zu Audi arbeitete er zunächst in der Vorentwicklung, später unter anderem als Technischer Projektleiter für den A4. 1996 wurde er in den oberen Führungskreis berufen. Von 1998 bis 2002 arbeitete er bei Volkswagen und war dort unter anderem für die „Pkw- Konzeptentwicklung“ verantwortlich. Seit 2002 arbeitet Hackenberg wieder bei Audi. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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