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04.08.2016

16:44 Uhr

Hochtief

Baukonzern tritt aus Arbeitgeberverband aus

Der Hochtief tritt aus dem Arbeitgeber- und Interessenverband der Baubranche aus. Für die 3600 Beschäftigten des Essener Konzerns bedeutet das Änderungen bei den Tarifverträgen.

Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes hat den Konzern auf Profit getrimmt und zahlreiche Töchter verkauft. Reuters

Hochtief

Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes hat den Konzern auf Profit getrimmt und zahlreiche Töchter verkauft.

DüsseldorfDer größte deutsche Baukonzern Hochtief verlässt den Hauptverband der deutschen Bauindustrie (HDB) und verabschiedet sich damit auch aus der Tarifbindung. Hochtief wolle zum Jahresende aus dem Verband austreten, bestätigte ein Sprecher am Donnerstag einen Vorabbericht der „Wirtschaftswoche“. „Wir wollen unsere Interessen eigenständig vertreten“, begründete er den Schritt.

Der HDB ist Arbeitgeberverband und Interessenvertreter der Bauindustrie zugleich – mit dem Austritt dürfte Hochtief in Zukunft hauseigene Tarifverträge für seine rund 3600 Beschäftigten in Deutschland aushandeln.

Das sind Europas größte Baukonzerne

Platz 9

NCC AB – 8,42 Milliarden Euro Umsatz

Das schwedische Unternehmen mit seinen knapp 18.000 Mitarbeitern wurde erst 1988 gegründet. Heute besteht es aus vier großen Geschäftsbereichen, unter anderem „NCC Housing“ und „NCC Roads“.

Platz 8

Ferrovial (Spanien) – 9,7 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus Madrid baut und betreibt auch Autobahnen und Flughäfen. Der Konzern errichtete unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Platz 7

Balfour Beatty (Großbritannien) - 11,63 Milliarden Euro Umsatz

Bereits seit 1909 sind die traditionsreichen Briten im Baugeschäft tätig und gehören zu den Platzhirschen in Europa. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

Platz 6

Strabag (Österreich) – 13,12 Milliarden Euro Umsatz

Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben vor allem in Osteuropa expandiert. Seit 2014 konnte der Konzern den zuvor stark abgerutschten Umsatz stabilisieren und zuletzt wieder leicht steigern.

Platz 5

Eiffage (Frankreich) – 14,06 Milliarden Euro Umsatz

Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. In Deutschland sind rund 3.000 Eiffage-Mitarbeiter beschäftigt.

Platz 4

Skanska (Schweden) - 16,36 Milliarden Euro Umsatz

Kaum eine Straße, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus Solna mittlerweile breit aufgestellt.

Platz 3

Bouygues (Frankreich) - 32,43 Milliarden Euro Umsatz

Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. 2015 musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leichte Umsatzeinbußen hinnehmen.

Platz 2

ACS (Spanien) - 34,93 Milliarden Euro Umsatz

Die Spanier haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Allein in den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz um rund zehn Milliarden Euro und ACS klettert das Treppchen weiter hoch. Zum Konzern gehört auch das deutsche Unternehmen Hochtief.

Platz 1

Vinci (Frankreich) – 38,52 Milliarden Euro Umsatz

Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehört unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen. 2015 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzminus von knapp 0,5 Prozent.

Quelle: Deloitte

Der vom spanischen Mutterkonzern ACS entsandte Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes hat den Konzern auf Profit getrimmt und zahlreiche Töchter – auch in der Bundesrepublik – verkauft. In Deutschland fährt Hochtief noch rund fünf Prozent seiner Umsätze ein.

Von

rtr

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