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08.12.2015

11:50 Uhr

Höheres Gehalt, mehr Prestige

So viel mehr Geld verdienen Sie mit Doktortitel

VonCarina Kontio

Kommt mit dem Doktorgrad auch das große Geld? Und mit welchem Studium verdient man anschließend am meisten? Eine aktuelle Vergütungsstudie kommt zu dem Ergebnis: Ja, der Doktor lohnt. Wo das meiste Geld winkt.

Wann lohnt sich der Doktorwissenschaftler wirklich? Getty Images

Mit der Promotion zu mehr Gehalt

Wann lohnt sich der Doktorwissenschaftler wirklich?

DüsseldorfDer Weg zum Doktorgrad ist nicht leicht. Vorausgesetzt natürlich man ist kein Plagiator und erringt seine Promotion ehrlich, mit viel Ausdauer und Leidenschaft. Das allerdings kostet Nerven und jahrelange harte Arbeit. Aber lohnt sich der Aufwand auch finanziell?

„Ja“, heißt es in einer aktuellen Vergütungsstudie des Vergleichsportals Gehalt.de, dass sich mit dieser Frage im Auftrag der Wochenzeitung „Die Zeit“ beschäftigt hat. Insgesamt, so heißt es, wird die Schufterei sogar mit 27 Prozent mehr Lohn honoriert – und das ganz unabhängig davon, in welchem Fach man promoviert.

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Lenny Fischer wollte mit der BHF hoch hinaus – und scheiterte. Zumindest in der operativen Führung wird für ihn künftig kein Platz mehr sein, wenn das Geldhaus Oddo erst einmal das Sagen hat. Aufgegeben hat Fischer trotzdem nicht.

Für dieses Ergebnis wurden 61.676 Vergütungsdaten von Akademikern ohne Personalverantwortung aus den vergangenen zwölf Monaten untersucht. Im Fokus standen dabei Akademiker aus den Fachrichtungen Naturwissenschaften, Jura, Medizin, Ingenieurwesen, Psychologie sowie Sprach- und Kulturwissenschaften. Korrekt bezeichnet ist der „Dr.“ übrigens, wie der Diplomingenieur oder der Professor auch, ein akademischer Grad, der nach Abschluss eines Promotionsverfahrens erworben wird und kein Titel, der – wie beispielsweise Adelstitel – zum Namen gehört. Das sei deswegen hier erwähnt, weil sich mit dem Thema schon etliche Experten an Bundesverwaltungsgericht und Bundesgerichtshof beschäftigt haben.

Und wo winkt nun das meiste Geld? Laut Studie zahlt sich der Doktorgrad besonders bei den Juristen aus. Sie haben rund 40 Prozent mehr Gehalt in der Tasche als ihre Kollegen ohne den akademischen Grad – die allerdings schon viel früher mit dem Geldverdienen anfangen können. So kommen Juristen ohne Doktor im Durchschnitt auf 54.868 Euro, während für Juristen mit Promotion 76.282 Euro drin sind.

Die Dos and Don'ts bei der CEO-Bewerbung

Kompetenzen

Das Auflisten gleichförmiger Kompetenzkataloge wie "strategisch, analytisch, zupackend, führungs- und verhandlungsstark" in der schriftlichen Bewerbung ist in Wirklichkeit ermüdend, weil nichtssagend, das unreflektierte Befolgen der allgegenwärtigen Empfehlung, sich in der mündlichen Bewerbung "gut zu verkaufen", ist dagegen sogar gefährlich.

(Quelle: Jügen und Nane Nebel, Die CEO-Bewerbung - Karrierebeschleunigung ohne Netzwerk und Headhunter)

Dokumente

Unsere Erfahrung hat uns gezeigt: Drei Kurzdokumente - eine "Executive Summary" Ihres Lebenslaufes, eine Darstellung Ihrer "Beiträge zum Geschäftserfolg" und ein kurzes, nicht besonders persönlich gestaltetes Anschreiben - sind Ihre Eintrittskarte zum Vorstellungsgespräch.

Karrierefalle

Karrierefalle Nummer eins dürfte der Glaubenssatz sein: "Guter Manager werden angesprochen - sie sprechen nicht selbst an!". "In Schönheit sterben" muss nicht gleich die unerwünschte Folge solch vornehmer Zurückhaltung sein. Aber ganz sicher bezahlen Manager solche bisweilen dünkelhafte Reserviertheit mit deutlich weniger Karriereoptionen, als sie ihren kontaktfreudigeren Konkurrenten geboten werden.

Businessnetzwerke

Jobbörsen und Businessnetzwerke halten für Manager nicht, was sie versprechen! Verlassen Sie sich nicht darauf anzunehmen, Unternehmen würden in großem Umfang versuchen, die erfolgsentscheidenden C-Level-Positionen zu besetzen, indem sie die in Masken gepressten CV-Profile nach möglicherweise Passendem durchforsten.

Fußball

In der Welt der Unternehmen ist es wie im Fußball: Am Ende zählen nur die geschossenen Tore! Das sollten Sie im Kopf behalten, wenn Sie das nächste Mal im Interview für eine neue Position sind oder Ihre Unterlagen aufbereiten: Für das bloße Tätigwerden wird der Manager nicht bezahlt.

Erfolge

Zeigen Sie, mit welchem Aufwand, welcher Methode Sie Ihre Erfolge erzielen konnten – das schmückt Ihre Performancedarstellung, denn nach Thomas Edison ist Erfolg nur ein Prozent Inspiration, aber zu 99 Prozent Transpiration!

Charakter

Sparen Sie sich die Darstellung Ihrer charakterlichen Eigenschaften oder Kompetenzen - wenn überhaupt - für das persönliche Gespräch auf und erhöhen Sie die Seriosität Ihrer schriftlichen Unterlagen durch weitgehenden Verzicht auf die vorgestanzten, selbstetikettierenden Lobhudeleien, etwa Sie seinen durchsetzungsstark, analytisch und strategisch.

Sie, 23, sucht

Oft entfalten zutreffende, aber abstrakte Begriffe erst ihre volle Wirkung, wenn sie aufgefächert werden in ihre inhaltlichen Bestandteile: So, wie aus "Sie, 23, sucht..." dann "Weiblich, ledig, jung sucht..." wird und damit eine ganz andere emotionale Kraft und Anschaulichkeit ausgedrückt wird, wird aus dem sehr pauschalen "international" durch die Auffächerung in "Skandinavien, Südosteuropa sowie Middle East" etwas Konkretes, Anschauliches und Überzeugendes.

CV-Aufbau

Bauen Sie Ihren CV retrograd - rückwärts-chronologisch - auf. Bei zeitlich aufsteigendem Aufbau würde er schon auf den ersten Blick veraltet wirken. Die aus dem retrograden Aufbau resultierenden Nachteile lassen sich mehr als ausgleichen durch nach sachlichen Kriterien geordnete, zusätzliche Executive-Summary-Versionen.

Wer die Wahl hat,...

Unternehmen sind fast so unterschiedlich wie Menschen. Sie wenig, wie Sie die meisten heiraten würden, so wenig sinnvoll ist es, für die meisten Unternehmen arbeiten zu wollen. Es führt also kein Weg daran vorbei, mit einer respektablen Anzahl von Unternehmen Erstgespräche zu führen, um herauszubekommen, wer zu Ihnen passt: Nicht "Wer die Wahl hat, hat die Qual", sondern "Nur wer die Wahl hat, hat keine Qual."

Nicht ganz so extrem wirkt sich die Promotion in einigen anderen Fächern aus. So konnten die Gehaltsexperten bei Psychologen nur einen Anstieg von 47.503 Euro (ohne Doktor) auf 52.716 Euro (mit Doktor) ermitteln – das sind elf Prozent.

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