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24.07.2015

12:55 Uhr

Hoher Verlust im zweiten Quartal

Air France-KLM verschärft den Sparkurs

Die Fluggesellschaft Air France-KLM blickt auf ein enttäuschendes zweites Quartal zurück. Konzernchef Alexandre de Juniac will jetzt den Sparkurs weiter verschärfen. Wie genau, teilte die Führungsspitze noch nicht mit.

Die Fluggesellschaft will den Sparkurs verschärfen. dpa

Air France-KLM

Die Fluggesellschaft will den Sparkurs verschärfen.

ParisAir France-KLM verschärft nach roten Zahlen im Frühjahr seinen Sparkurs. Zusätzlich zu den bereits geplanten 1,8 Milliarden Euro sollen die Kosten um weitere 300 Millionen Euro gesenkt werden, teilte der Lufthansa-Rivale am Freitag mit. Die Geschäftsentwicklung der letzten zwölf Monate zwinge den Konzern dazu, hieß es. Positiven Effekten wie gesunkenen Kerosinkosten standen Währungsbelastungen und ein geringerer Erlös je Passagier gegenüber.

Im zweiten Quartal weitete die Airline den Verlust mit 79 Millionen Euro deutlich aus, der Umsatz fiel auf vergleichbarer Basis um 4,5 Prozent auf 6,64 Milliarden Euro. Firmenchef Alexandre de Juniac trat derweil Spekulationen entgegen, der Air-Berlin-Geldgeber Etihad könnte auch bei der französisch-niederländischen Gesellschaft einsteigen.

Die weiteren Einsparungen träfen vor allem die Verwaltung, erklärte Air France. Daneben will der Konzern sein Angebot in der Wintersaison nun weniger stark ausweiten. Besonders bei den Verbindungen nach Japan, Brasilien und Russland herrsche Druck.

Firmenchef de Juniac rief die Piloten von Air France erneut auf, ihren Beitrag zu leisten. Wie die Lufthansa ringt der Konzern mit den Gewerkschaften um Kostenkürzungen. Es müsse eine neue Einigung geben, sonst werde die Airline ab Oktober ihr Langstrecken-Netzwerk nicht aufrechterhalten können, warnte er. Mit KLM-Piloten gebe es bereits eine Übereinkunft.

Die Fluggesellschaft habe sich viel vorgenommen, sagten Analysten. „Wir sind skeptisch - sowohl bei der Umsatzprognose als auch bei den Einsparungen“, schrieb das Brokerunternehmen Liberium in einer Studie.

Air France-KLM hielt an den Zielen für das Gesamtjahr fest, was am Aktienmarkt gut ankam. Die Papiere legten knapp vier Prozent zu.

Von

dpa

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