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25.10.2013

17:13 Uhr

Hohes M&A-Volumen

Fusions-Geschäft in Deutschland boomt

Das M&A-Volumen mit deutschen Zielunternehmen hat den höchsten Wert seit 2007 erreicht. Vor allem der Telekomsektor hält den Markt in Bewegung. Auch der Celesio-Deal hübscht die Statistik weiter auf.

Vor allem das 8,7 Milliarden Dollar schwere Angebot des US-Pharmahändlers McKesson für den Stuttgarter Wettbewerber Celesio trug einen Teil zur positiven Statistik bei. dapd

Vor allem das 8,7 Milliarden Dollar schwere Angebot des US-Pharmahändlers McKesson für den Stuttgarter Wettbewerber Celesio trug einen Teil zur positiven Statistik bei.

FrankfurtIn Deutschland brummt das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen (M&A) wie schon seit Jahren nicht mehr. Das zeigen die jüngsten Daten zum Transaktionsmarkt, die der Finanzdienstleister Thomson Reuters am Freitag veröffentlichte. Demnach liegt das M&A-Volumen mit deutschen Zielunternehmen im bisherigen Jahresverlauf bei 85,6 Milliarden Dollar. Das ist 56 Prozent mehr als im Vorjahr und das beste Ergebnis seit 2007, also ein Jahr vor dem Höhepunkt der Finanzkrise.

Vor allem das 8,7 Milliarden Dollar schwere Angebot des US-Pharmahändlers McKesson für den Stuttgarter Wettbewerber Celesio hübschte die Statistik zuletzt noch einmal auf. Mit dem Deal entsteht ein unangefochtener Weltmarktführer. Es ist die drittgrößte Übernahme in Deutschland in diesem Jahr. Davor hatte insbesondere der Telekomsektor den Markt in Bewegung gehalten – mit den milliardenschweren Offerten von Vodafone für Kabel Deutschland und von der deutschen Telefonica-Tochter o2 für E-Plus.

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Den Daten zufolge vereinnahmt Deutschland aktuell 12,4 Prozent des ausländischen M&A-Volumens und liegt damit vor Japan (10,2 Prozent) und Großbritannien (10 Prozent). Die Rangliste der Finanzberater in Deutschland („League Tables“) führt Goldman Sachs an, gefolgt von UBS und Citi auf den Plätzen zwei und drei.

International betrachtet waren die Investmentbanker mit dem Fusionsgeschäft zuletzt nicht ganz so zufrieden, es stagnierte weitgehend auf Vorjahresniveau. Als Gründe gelten die nur zögerliche Erholung der US-Wirtschaft und die nach wie vor ungelöste Euro-Schuldenkrise.

Von

rtr

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