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12.01.2014

19:48 Uhr

Horst Pirker

Mit Charisma aus der Krise

VonHans-Peter Siebenhaar

Die österreichische Gruner+Jahr-Tochter News durchlitt lange eine Führungskrise. Nun soll Horst Pirker, Ex-Chef des Red Bull Media House, die einstige Ertragsperle sanieren. Das wird alles andere als leicht.

Gruner-und-Jahr-Verlagshaus in Hamburg: „Pirker ist einer der wirklich Großen.“ ap

Gruner-und-Jahr-Verlagshaus in Hamburg: „Pirker ist einer der wirklich Großen.“

WienGruner+Jahr hat die Führungskrise bei seiner österreichischen Tochter, der Verlagsgruppe News („Profil“, „News“, „Woman“), gelöst. Horst Pirker, ehemaliger Chef des Red-Bull-Media House („Servus TV“) und frühere Vorstand des Verlagskonzerns Styria („Die Presse“), wird den Chefposten übernehmen. Der 54-Jährige, zuletzt Chef der Grazer Entsorgungsfirma Saubermann, wird sein Amt im Frühjahr antreten. Er löst den glücklosen Verlagschef Axel Bogocz ab, der bereits am Freitag ausgeschieden ist. Pirker stellte sich bereits bei den Führungskräften in Wien vor.

Auf den Medienmanager warten schwere Aufgaben. Denn die einstige Ertragsperle ist heute ein Sanierungsfall. „Außer den beiden Zeitschriften ,Woman’ und ,TV Media’ läuft dort nichts mehr rund“, sagt ein Unternehmensinsider. Vor allem das defizitäre Magazin „News“ reißt ein tiefes Loch in die Bilanz. Nur mit Mühe kann die Verlagsgruppe News nach Angaben von Insidern eine schwarze Null schreiben.

Die Freude über den Wechsel ist bei den Führungskräften groß. „Pirker ist einer der wirklich Großen“, sagte Christian Rainer, langjähriger Chefredakteur von „Profil“, dem Handelsblatt. „Er besitzt ein großes Charisma, das mit Kompetenz und Intelligenz unterfüttert ist.“

Pirker gilt als bestens in der Medienszene verdrahtet. Seine Kontakte wird er brauchen: Er muss das Anzeigengeschäft auf Vordermann bringen, um einen Stellenabbau zu verhindern. Pirker soll Österreich wieder mehr Gewicht in der Gruner-Zentrale geben. „Wir wurden von denen wie eine Kolonie behandelt“, kritisiert ein Beteiligter.

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