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10.08.2016

02:27 Uhr

Hotelportal

Booking.com fordert einheitliche Regelungen in EU

Booking.com will juristisch gegen die vom Bundeskartellamt verhängte Untersagung der Bestpreis-Regel vorgehen. Das Online-Hotelporal fordert europaweit einheitliche Regelungen.

Das Online-Buchungsportal Booking.com will die Entscheidung des Bundeskartellamtes nicht hinnehmen. dpa

Online-Buchungsportal

Das Online-Buchungsportal Booking.com will die Entscheidung des Bundeskartellamtes nicht hinnehmen.

BerlinDas weltweit führende Online-Hotelportal Booking.com dringt auf einheitliche Bedingungen für das Vermittlungsgeschäft in Europa. „Für uns ist sehr wichtig, dass wir in allen Ländern Europas in derselben Art und Weise arbeiten können“, sagt Gillian Tans, Vorstandschefin von Booking.com, der „Süddeutschen Zeitung“.

Dies sei nach der Entscheidung des Bundeskartellamts, das dem Unternehmen die sogenannte Bestpreis-Regel untersagt hatte, aber nicht gegeben. „Wir wollen einheitliche Regelungen für ganz Europa und weltweit. Viele Wettbewerbsbehörden sehen den Fall nicht so streng wie das Bundeskartellamt“, sagte Tans, die das Unternehmen seit Ende April führt.

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Das Bundeskartellamt hatte Ende Dezember 2015 Booking.com die Praxis untersagt, dass die Hotels dem Online-Portal immer die günstigsten Preise anbieten müssen. Das verstoße gegen den freien Wettbewerb. „Der Kunde wird durch unsere Bestpreis-Regelungen nicht benachteiligt. Der Preis ist ein sehr wichtiges Element in unserem Angebot“, sagt dazu Konzernchefin Tans. Das Unternehmen musste nach der Untersagung die Klauseln in Deutschland im Januar streichen, will sich aber nicht geschlagen geben. „Booking geht juristisch gegen die Entscheidung vor, aber das kann natürlich länger dauern, vielleicht bis zu zwei Jahre“, sagt Tans weiter.

Von

dpa

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