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07.08.2013

14:45 Uhr

IFS-Food-Zertifikate

TÜV Süd räumt Fehler bei Zertifizierungen ein

Die Lebensmittelbranche weiß, wie sensibel Verbraucher auf Mängel bei Lebensmitteln reagieren. Hersteller setzen sich selbst Standards, die oft überprüft werden, etwa vom TÜV. Beim TÜV Süd sind dabei Fehler passiert.

Plaketten für Autos dürfen die Prüfer des Tüv Süds weiterhin vergeben. Bei Lebensmitteln sieht das anders aus: Aufgrund von Fehlern darf der Tüv Süd drei Monate keine IFS- Food-Zertifikate vergeben. obs

Plaketten für Autos dürfen die Prüfer des Tüv Süds weiterhin vergeben. Bei Lebensmitteln sieht das anders aus: Aufgrund von Fehlern darf der Tüv Süd drei Monate keine IFS- Food-Zertifikate vergeben.

MünchenEine Tochterfirma des TÜV Süd darf wegen Fehlern bei der Zertifizierung für drei Monate keine sogenannten IFS-Food-Zertifikate für die Lebensmittelbranche mehr ausstellen. Eine Sprecherin des Mutterkonzerns bestätigte am Mittwoch in München einen Bericht der „Welt“. Die dreimonatige Zeitstrafe endet in einer Woche.

Wie die Sprecherin sagte, habe es mehrere formale Fehler bei den Prüfverfahren gegeben, mit denen vor allem Managementprozesse in der Lebensmittelindustrie überprüft werden. Die von Industrie und Handel festgelegten Verfahren sollen der Lebensmittelsicherheit und der Qualitätssicherung dienen und unterliegen selbst strengen Regeln. Ein großer Teil der Branche beteiligt sich an diesem Verfahren.

So dürfe etwa ein Prüfer maximal dreimal in Folge denselben Betrieb prüfen. Es habe aber Fälle gegeben, in denen ein Mitarbeiter viermal ein Zertifikat ausgestellt habe. Ein Sprecher von IFS sagte, die Beanstandungen hätten nicht die Sicherheit von Lebensmittel betroffen, sondern vor allem administrative Fragen.

Allerdings habe es auch Beanstandungen der Prüfverfahren gegeben - etwa bei der Zeit, die ein Prüfer in einem Betrieb verbringt. Auch die Arbeit einer österreichischen Firma sei bestandet worden. Der TÜV Süd betonte, dass die vergebenen Zertifikate nicht bestandet wurden und ihre Gültigkeit behielten. Seine Kunden konnte der TÜV Süd durch eine andere Tochterfirma trotz der Zeitstrafe weiterhin prüfen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Peter_Schneider

07.08.2013, 16:07 Uhr

Die Kompetenz von TÜV Mitarbeitern in Bereichen ausserhalb der
Kfz-Prüftechnik und des Maschinenbaus lässt häufig zu wünschen übrig. Man versucht krampfhaft Kompetenz in allen Branchen aufzubauen. Immer häufiger ist man dabei überfordert ohne Verantwortung zu übernehmen. Siehe Silikonskandal. Die überzogenen Gebühren sollen dabei Kompetenz vorspiegeln,die nicht immer vorhanden ist. Man lebt vom guten Namen des TÜV-Prüfsiegels.

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