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30.03.2006

12:03 Uhr

Ikea-Gründer Kamprad

„Ich bin geizig und stolz darauf“

VonGeorg Weishaupt

Ikea-Gründer Ingvar Kamprad wird 80 und bräuchte eigentlich nichts mehr zu tun. Doch der laut „Forbes“ viertreichste Mann der Welt kann es nicht lassen und zieht beim Möbelkonzern immer noch die Fäden.

Ikea-Gründer Ingvar Kamprad wird 80. Foto: Ikea

Ikea-Gründer Ingvar Kamprad wird 80. Foto: Ikea

DÜSSELDORF. Er könnte es sich einfach nur gut gehen lassen in Epalinges, wo er nach Informationen von Beobachtern ein „gediegenes Einfamilienhaus“ besitzt. Er könnte das Leben dort im Schweizer Waadtland genießen, wo Prominente wie Formel-1-Pilot Michael Schumacher und Popstar Phil Collins entspannen.

Doch Ingvar Kamprad kann es nicht lassen. Bei seiner Möbelkette Ikea behält der Mann mit den grauen, leicht widerspenstigen Augenbrauen, der heute 80 Jahre alt wird, nach wie vor die Fäden in der Hand. Und er nimmt strapaziöse Reisen in Kauf, um große Projekte selbst voranzubringen wie die Investitionen in Russland, wo Ikea in den nächsten Jahren rund 3,2 Milliarden Euro investieren will.



18 Stunden täglich auf den Beinen

In Russland, „das ich seit 30 Jahren besonders liebe“, ist er 18 Stunden täglich auf den Beinen, besichtigt Fabriken, verhandelt hart und entschlossen über Preise und kalkuliert Liefermengen. So zumindest zeigt er sich in einem Film des schwedischen Fernsehens. Das hatte die seltene Gelegenheit, den öffentlichkeitsscheuen Milliardär eine Woche lang zu begleiten.

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Das System der Ikea-Namen

Der Mann, der mit seinen Möbeln Billy, Ivar & Co. deutsche Wohnzimmer geprägt hat wie kein anderer, ist trotz des Erfolgs sparsam geblieben. „Ich bin geizig und stolz darauf“, ließ er das Lausanner Lokalblatt „Le Matin“ wissen. Er fährt einen 17 Jahre alten Volvo. Als einzigen Luxus leistet er sich nach eigenen Angaben „ein kleines Weingut“ in Frankreich.

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