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08.08.2013

20:31 Uhr

Immobilienfinanzierer

Fannie Mae verdoppelt Gewinn

Fannie Mae kann Hilfsgelder an die amerikanische Regierung zurückzahlen. Ein üppiger Überschuss macht es möglich. Präsident Obama will die Immobilienbranche komplett umkrempeln.

Der Hauptsitz des Immobilienunternehmens Fannie Mae in Washington. ap

Der Hauptsitz des Immobilienunternehmens Fannie Mae in Washington.

WashingtonDer verstaatlichte Immobilienfinanzierer Fannie Mae hat seinen Gewinn im zweiten Quartal 2013 nahezu verdoppelt und kann der Regierung in Washington weitere Milliarden zurückzahlen. Der Überschuss sprang um 97 Prozent auf 10,1 Milliarden Dollar, wie der größte US-Anbieter am Donnerstag mitteilte. Das Schwesterinstitut Freddie Mac hatte bereits einen Quartalsgewinn von fünf Milliarden Dollar ausgewiesen. Beide Firmen profitieren von steigenden Häuserpreisen und nachlassenden Zahlungsproblemen der Immobilienbesitzer.

US-Präsident Barack Obama hatte erst diese Woche angekündigt, die Immobilienfinanzierung grundlegend reformieren zu wollen. Die Rolle des Staates solle eingedämmt werden, dafür mehr privates Kapital in den Wohnungsmarkt fließen. Fannie Mae und Freddie Mac sollen längerfristig abgewickelt werden. Ein entsprechender Gesetzesentwurf liegt bereits im Senat. Die Reform des elf Billionen Dollar schweren US-Marktes dürfte allerdings Jahre in Anspruch nehmen.

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Steigende Mieten bescheren Immobilienfirmen sprudelnde Gewinne. Auch Anleger können vom Boom beim „Betongold“ profitieren. Der Immobilientrend sorgt dafür, dass zahlreiche Unternehmen der Branche in den MDax drängen.

Die beiden Platzhirsche stehen in den USA für mehr als die Hälfte der Darlehen in der Branche. Nach dem Platzen der Immobilienblase mussten Fannie Mae und Freddie Mac vom Staat aufgefangen werden, was den US-Steuerzahler 187,5 Milliarden Dollar kostete. Inzwischen haben sie der Regierung aber einen Großteil des Gelder über Dividenden zurückgezahlt.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

08.08.2013, 17:35 Uhr

Beide profitieren vor allem,von Bernake´s QE 2 .Schließlich kauft er Monat für Monat für 40 Mrd US-Dollar hypthekenbesicherte Papiere über den Sekundärmarkt auf.Das wird wohl auch das ein oder andere dieser beiden Firmen mit Aufschlag versehen dabei sein.Eine Funktion ,die bis Mai 07 vorwiegend die europäischen Banken erfüllten.Natürlich heute wie damals alles "seriös,"natürlich alles Tripple A geratet....

Onkel-Toms-Huette

09.08.2013, 02:31 Uhr

Allein schon für den direkten Ankauf von Hypothekenmüll wendet die FED monatlich 40 Mrd. USD auf ... dies bereits seit einem Jahr.
Ein durchinszenierter Scheinmarkt, auf dem die FED zudem fragwürdige Finanzinstitute weiterhin mit Billigstkredit aufmunitioniert
Die FED übernimmt dabei genau jene Risiken, unter denen die Agenturen Fannie Mae und Freddie Mac zusammengebrochen sind.
Frech wird das Abladen von Bilanzmüll bei der FED von den begünstigten Marktversagern als eine "Rückkehr zur Profitabilität" umgelogen.
Ziel der Kulissenbauer ist es, den notorisch betrügerischen US-Verbriefungsmarkt wieder anzuschieben.
Die Hütchenspieler bauen wieder ihre Tische auf... und die beifallklatschende Berichterstattung versagt wie gewohnt.

Betrugskultur-und-Planwirtschaft

09.08.2013, 02:40 Uhr

"Auf gutem Weg": Warum ein zum Zwangsaktionär gepresster Staat Erfolgsbilanzen zusammenschwindelt

Das TARP-Programm war ein Stück Planwirtschaft.
Marktversager und Bilanzfrisierer wie GM, AIG oder Citigroup erpressten den Staat mit Untergangsszenarien. Die so genötigte Administration erwarb daraufhin Aktien der schlecht geführten Unternehmen + führte ihnen so frisches Kapital zu.
In späteren Wahlkämpfen musste die Administration Rechtfertigungserfolge vorweisen + zog dabei alle Register. (Vor dem Hintergrund, dass die Subventionsbetriebe ihre Kosten weiterhin nicht verdienten).
Der Plan war,einen pos.Newsflow für Börsengänge zu schaffen. Wenn schon die Unternehmen nicht die TARP-Kosten erwirtschafteten - dann der Narr, der die ungeliebten Aktien teuer vom Staat übernimmt...
So wurden virtuelle TARP-Rückzahlungen gemeldet, die real aus anderen TARP-Fonds gespeist wurde (GM). Steuerverzichte wurden zu "Gewinnen" umgeschminkt (Citigroup) usw.
Am Ende standen überteuerte Börsengänge / Aktienverkäufe:
Übertölpelte Aktienkäufer zahlten TARP zurück - nicht jedoch die Subventionsbetriebe.

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