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04.11.2013

11:01 Uhr

Immobiliengesellschaft

GSW-Aktionäre nehmen Übernahmeangebot an

Die Deutsche Wohnen hat es geschafft: Mehr als 75 Prozent der GSW-Aktionäre haben einem Umtausch ihrer Papiere zugestimmt. Mit der Fusion entsteht Deutschlands zweitgrößte Wohnimmobilien-Gesellschaft.

Die GSW-Zentrale in Berlin: Bald wird die Wohnimmobilien-Gesellschaft von der Konkurrentin Deutsche Wohnen übernommen. Reuters

Die GSW-Zentrale in Berlin: Bald wird die Wohnimmobilien-Gesellschaft von der Konkurrentin Deutsche Wohnen übernommen.

Frankfurt/BerlinDas Immobilienunternehmen Deutsche Wohnen ist bei der Übernahme des Konkurrenten GSW am Ziel. Von den Aktionären der Berliner GSW haben 78,57 Prozent das Übernahmeangebot der Frankfurter angenommen, wie beide Seiten am Montag mitteilten. Nun schließe sich eine weitere zweiwöchige Umtauschmöglichkeit bis 18. November an. Für eine GSW-Aktie erhalten die Anteilseigner 2,55 neue Aktien der Deutsche Wohnen.

Bereits am vorigen Donnerstag stand fest, dass der Weg für die Fusion zu einem neuen Großkonzern frei ist. Dazu musste eine Umtauschquote von 75 Prozent erreicht werden. Die Deutsche Wohnen hatte dies zur Bedingung für die Übernahme gemacht.

Das sind Deutschlands Immobilienriesen

Platz 6: GAG

Die GAG Immobilien AG bewirtschaftet rund 42.000 Wohnungen. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der größte Vermieter in Köln. Die GAG verwalte damit 2,8 Millionen Quadratmeter Wohnfläche.

Platz 5: GSW

Die GSW Immobilien kommt auf 60.000 Wohnungen. Das Unternehmen ist börsennotiert und wurde im Jahr 1924 gegründet. Schwerpunkt der Arbeit ist Berlin, die GSW ist dort nach eigenen Angaben „ein führendes privates Wohnimmobilienunternehmen“.

Platz 4: TAG

Die TAG Immobilien AG kommt auf Platz vier der deutschen Wohnungsriesen. Das Unternehmen verwaltet 68.781 Wohnungen. Hauptstandorte sind nach eigenen Angaben die Großräume Hamburg und Berlin, die Region Salzgitter, Thüringen/Sachsen sowie Nordrhein-Westfalen. Sitz der TAG ist Hamburg.

Platz 3: Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen mit Sitz in Berlin bewirtschaftete im April 2013 insgesamt 82.500 Wohnungen. Aktuell gibt das börsennotierte Unternehmen die Zahl der Wohnimmobilien mit rund 89.500 an. Schwerpunkt ist der Großraum Berlin sowie das Rhein-Main-Gebiet, Rheinland, Hannover, Braunschweig, Magdeburg.

Platz 2: Gagfah

Die Gagfah Gruppe mit Sitz in Essen ist die Nummer zwei der Wohnimmobilien-Unternehmen in Deutschland. Im April bewirtschaftete das Unternehmen 145.000 eigene Mietwohnungen und 13.000 für Dritte verwaltete Wohnungen. Aktuell gibt das Unternehmen sogar 35.000 für Dritte verwaltete Wohnungen an.

Platz 1: Deutsche Annington

Die Deutsche Annington erregte mit dem Börsengang im Juli 2013 zuletzt großes Aufsehen. Das Bochumer Immobilienunternehmen bewirtschaftet 210.000 Wohnungen - davon 180.000 eigene. Die Deutsche Annington stieg im Jahr 2005 auf, als sie die Viterra AG mit 138.000 Wohnungen von Eon erwarb.

Das Unternehmen übernimmt die bis zur Privatisierung 2004 größte landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Berlins mittels eines Aktientauschs. Deutsche Wohnen gibt 51 eigene Papiere für 20 Aktien der GSW. Das entspricht einem Kaufpreis von 1,7 Milliarden Euro. Dazu sollen neue Aktien ausgegeben werden. Bei vollständiger Annahme des Angebots würden die GSW-Aktionäre rund 43 Prozent an der Deutsche Wohnen AG halten.

Das fusionierte Unternehmen wird mit rund 150.000 Wohnungen die Nummer zwei der privaten Wohnimmobilien-Gesellschaften in Deutschland hinter der Deutschen Annington. Sie bewerten ihre Immobilien zusammen mit 8,5 Milliarden Euro.

Von

dpa

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