Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.08.2015

13:46 Uhr

Immobilienkonzern

Immofinanz schraubt an seiner Strategie

Die Wirtschaftskrise in Russland hat Immofinanz tief in die roten Zahlen gedrückt. Jetzt ändert der Immobilienkonzern seine Strategie. Das Unternehmen verkauft seine Logistiksparte, Zentraleuropa rückt in den Fokus.

Der Immobilienkonzern Immofinanz will seine Logistiksparte mit zahlreichen Lagerhallen verkaufen. Reuters

Logo der Immofinanz auf einem Wohngebäude in Wien

Der Immobilienkonzern Immofinanz will seine Logistiksparte mit zahlreichen Lagerhallen verkaufen.

Wien/MünchenDer österreichische Immobilienkonzern Immofinanz wendet sich nach Fehlschlägen in Russland wieder verstärkt den zentraleuropäischen Märkten zu. Nach roten Zahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr will sich der neue Chef Oliver Schumy von den Logistikobjekten seines Hauses trennen. Die Verkaufserlöse sollen in Deutschland, Österreich und Polen investiert werden. „Das Wachstum zielt auf eine Steigerung der nachhaltigen Profitabilität sowie auf eine gleichmäßigere Verteilung des Portfolios zwischen West- und Osteuropa ab“, erklärte Schumy.

Die Wirtschaftskrise in Russland hatte die einst skandalgebeutelte Immofinanz Verluste von 361,4 Millionen Euro eingebrockt, nach einem Gewinn von 72 Millionen Euro im Vergleichszeitraum. Die Aktionäre müssen für das im April abgelaufene Geschäftsjahr auf eine Dividende verzichten.

Künftig wollen sich die Wiener auf Büro- und Einzelhandelsimmobilien konzentrieren. Der Verkauf von Logstikflächen über insgesamt eine Million Quadratmeter sei eingeleitet, hieß es. Die Geschäfte in dem Segment liefen zwar gut, die Konkurrenz sei aber inzwischen fast zehn Mal so groß.

Das Portfolio solle möglichst als Ganzes verkauft werden, es gebe Interesse deutscher Großlogistiker, sagte Schumy. Er wolle mindestens den Buchwert des Portfolios von 450 Millionen Euro erlösen. Investieren will die Immofinanz in der Zukunft zwei Milliarden Euro, die Hälfte davon aus Fremdkapital.

Größte börsennotierte Wohnungsvermieter in Deutschland

Vonovia (ehemals Deutsche Annington)

360.000 vermietete Wohnungen (inkl. Gagfah)

Stand: Anfang September 2016

Deutsche Wohnen

158.000 Wohnungen

Stand: Anfang September 2016

LEG Immobilien

130.000 Wohnungen

Stand: Anfang September 2016

TAG Immobilien

76.000 Wohnungen

Stand: Anfang September 2016

Grand City Properties

82.000 Wohnungen

Stand: Anfang September 2016

Um „möglichst rasch die strukturelle Dividendenfähigkeit und damit eine nachhaltige Ausschüttungspolitik“ zu gewährleisten will Schumy an der Konzernstruktur schrauben. Um Zeit dafür zu gewinnen, verschob er die Hauptversammlung der Immofinanz auf Dezember.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×