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13.12.2013

16:33 Uhr

Immobilienkonzern

Insolvenzplan für IVG verzögert sich

Eigentlich sollte er bis Weihnachten fertig sein, nun verzögert sich der IVG-Insolvenzplan doch bis Anfang 2014. Drei Hedgefonds könnten die neuen Eigentümer des Immobilienkonzerns werden.

Im Wesentlichen soll IVG über einen Tausch von Verbindlichkeiten in Eigenkapital saniert werden. dpa

Im Wesentlichen soll IVG über einen Tausch von Verbindlichkeiten in Eigenkapital saniert werden.

FrankfurtDer insolvente Immobilienkonzern IVG braucht für seinen Sanierungsplan länger als gedacht. „Wir sind noch in der Formulierungsphase. Wir werden uns Zeit bis Anfang des kommenden Jahres nehmen“, sagte ein IVG-Sprecher am Freitag in Bonn nach der Gläubigerversammlung. IVG-Chef Wolfgang Schäfers hatte den Insolvenzplan eigentlich bis Weihnachten fertiggestellt haben wollen. Er sieht vor, den Konzern im Wesentlichen über einen Tausch von Verbindlichkeiten in Eigenkapital zu sanieren. Damit würden drei Hedgefonds die neuen Eigentümer der IVG, nachdem sie sich billig in deren Schuldpapiere eingekauft hatten.

Der Insolvenzplan muss von den Gläubigern noch verabschiedet werden. Eine Einigung vor der Pleite war an Streitigkeiten unter den Gläubigergruppen gescheitert. Nach dem Insolvenzrecht muss das Unternehmen nun weniger Rücksicht auf das Interesse von Minderheiten nehmen.

Das sind Deutschlands Immobilienriesen

Platz 6: GAG

Die GAG Immobilien AG bewirtschaftet rund 42.000 Wohnungen. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der größte Vermieter in Köln. Die GAG verwalte damit 2,8 Millionen Quadratmeter Wohnfläche.

Platz 5: GSW

Die GSW Immobilien kommt auf 60.000 Wohnungen. Das Unternehmen ist börsennotiert und wurde im Jahr 1924 gegründet. Schwerpunkt der Arbeit ist Berlin, die GSW ist dort nach eigenen Angaben „ein führendes privates Wohnimmobilienunternehmen“.

Platz 4: TAG

Die TAG Immobilien AG kommt auf Platz vier der deutschen Wohnungsriesen. Das Unternehmen verwaltet 68.781 Wohnungen. Hauptstandorte sind nach eigenen Angaben die Großräume Hamburg und Berlin, die Region Salzgitter, Thüringen/Sachsen sowie Nordrhein-Westfalen. Sitz der TAG ist Hamburg.

Platz 3: Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen mit Sitz in Berlin bewirtschaftete im April 2013 insgesamt 82.500 Wohnungen. Aktuell gibt das börsennotierte Unternehmen die Zahl der Wohnimmobilien mit rund 89.500 an. Schwerpunkt ist der Großraum Berlin sowie das Rhein-Main-Gebiet, Rheinland, Hannover, Braunschweig, Magdeburg.

Platz 2: Gagfah

Die Gagfah Gruppe mit Sitz in Essen ist die Nummer zwei der Wohnimmobilien-Unternehmen in Deutschland. Im April bewirtschaftete das Unternehmen 145.000 eigene Mietwohnungen und 13.000 für Dritte verwaltete Wohnungen. Aktuell gibt das Unternehmen sogar 35.000 für Dritte verwaltete Wohnungen an.

Platz 1: Deutsche Annington

Die Deutsche Annington erregte mit dem Börsengang im Juli 2013 zuletzt großes Aufsehen. Das Bochumer Immobilienunternehmen bewirtschaftet 210.000 Wohnungen - davon 180.000 eigene. Die Deutsche Annington stieg im Jahr 2005 auf, als sie die Viterra AG mit 138.000 Wohnungen von Eon erwarb.

Die Gläubiger beschlossen auf ihrer ersten Versammlung nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens wie erwartet, den Konzern fortzuführen, wie Teilnehmer der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Schäfers sagte den Gläubigern, die IVG liege mit ihrer finanziellen und operativen Sanierung im Zeitplan und sei weit fortgeschritten. Sie hatte sich mit Mega-Projekten wie dem Büro- und Geschäfts-Komplex „Squaire“ am Frankfurter Flughafen verhoben.

Von

rtr

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