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19.07.2013

19:43 Uhr

Immobilienkonzern

IVG sieht Fortschritte bei Gläubigergesprächen

Der Immobilienkonzern IVG schöpft neue Hoffnung: In den Verhandlungen mit seinen Gläubigern rücken Pläne für die Umschuldung näher. Die Veröffentlichung der Halbjahres-Zahlen und die Hauptversammlung wurden verschoben.

Das Bonner Unternehmen IVG sitzt auf einem Schuldenberg von über vier Milliarden Euro. dpa

Das Bonner Unternehmen IVG sitzt auf einem Schuldenberg von über vier Milliarden Euro.

FrankfurtDer hoch verschuldete Immobilienkonzern IVG steht im Ringen mit seinen Gläubigern nach eigener Einschätzung vor dem Durchbruch, braucht aber noch mehr Zeit. Verschiedene Gläubigergruppen - darunter die Vertreter der syndizierten Kredite I und II sowie der Wandelanleihe - hätten sich bereit erklärt, bis spätestens 30. Juli einen gemeinsamen Vorschlag zur Umschuldung außerhalb eines Insolvenzverfahrens vorzulegen, teilte das Bonner Unternehmen am Freitagabend mit.

Insgesamt repräsentierten diese drei Gläubigerklassen Verbindlichkeiten von rund 2,9 Milliarden Euro. Das könne die kritische Masse sein, um die Schuldenlast der IVG nachhaltig zu drücken, verlautete aus dem Umfeld der IVG. Insgesamt sitzt die Gesellschaft auf einem Schuldenberg von über vier Milliarden Euro.

Im Grundsatz ist geplant, dass die Gläubiger - inzwischen sehr viele Hedgefonds - auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten und dafür im Gegenzug IVG-Aktien erhalten (Debt/Equity-Swap). Insgesamt müsse die Verschuldung um 1,75 Milliarden Euro gedrückt werden, um "wieder nachhaltig kapitalmarktfähig zu werden", hatte die IVG Anfang Juni mitgeteilt.

Vor einer Woche skizzierte der Konzern als Drohkulisse dann ein Zerschlagungsszenario: Demnach würden die Kreditgeber und die Inhaber der Wandelanleihe bei einer Pleite hohe Einbußen hinnehmen müssen, die Aktionäre und Inhaber einer Hybridanleihe würden sogar leer ausgehen.

Nun kam offenbar Bewegung in die Gespräche. Doch der ursprüngliche Zeitplan ist nicht mehr zu halten. Eigentlich hatte die IVG eine Einigung mit den Gläubigern bis Ende dieser Woche angepeilt, um für den 30. August eine Hauptversammlung einberufen zu können, auf der die Eigner über den Sanierungsplan abstimmen. Jetzt soll die Hauptversammlung am 12. September stattfinden, wie die IVG ankündigte. Die Gläubiger der Hybridanleihe sollen sich am 27. August treffen.

Kommentare (1)

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108

20.07.2013, 11:55 Uhr

Die IVG hätte mal offenlegen müssen, dass Gläubiger hauptsächlich Hedgefonds sind, dann hätte niemand diese Aktie je gekauft!!!

In Deutschland ist Verarschung und Betrug wieder salonfähig.

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