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28.11.2014

12:21 Uhr

Immobilienkonzern umschmeichelt Anleger

TLG hält an seinen Dividendenversprechen fest

Die Aktionäre werden am ersten erfolgreichen Geschäftsjahr als börsennotiertes Unternehmen stark beteiligt: Der Immobilienkonzern TLG will hohe Dividenden ausgeben. Eine Gewinnprognose für das Folgejahr bleibt aber aus.

Erst im Oktober startete die TLG-Aktie in den Handel – Aktionäre sollen schon jetzt profitieren. Reuters

Erst im Oktober startete die TLG-Aktie in den Handel – Aktionäre sollen schon jetzt profitieren.

FrankfurtDer Börsenneuling TLG Immobilien sieht sich nach den ersten neun Monaten in seinem Jahresziel bestätigt. Per Ende September stieg das operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft (FFO) um 28 Prozent auf 40,4 Millionen Euro, wie der Berliner Gewerbeimmobilienkonzern am Freitag mitteilte. Im Gesamtjahr sollen es weiterhin 50 Millionen werden, wobei zehn bis 15 Millionen an die Aktionäre als Dividende fließen sollen. Eine Gewinnprognose für 2015 traut sich der Vorstand noch nicht zu.

Nach eigenen Angaben profitierte TLG zuletzt von höheren Mieten, einem gesunkenen Leerstand und einigen Immobilienverkäufen. Der Nettogewinn schrumpfte in den ersten neuen Monaten allerdings auf 68,5 (Vorjahr: 75,3) Millionen Euro, was auch den Kosten für den Börsengang geschuldet sein dürfte.

Das sind Deutschlands Immobilienriesen

Platz 6: GAG

Die GAG Immobilien AG bewirtschaftet rund 42.000 Wohnungen. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der größte Vermieter in Köln. Die GAG verwalte damit 2,8 Millionen Quadratmeter Wohnfläche.

Platz 5: GSW

Die GSW Immobilien kommt auf 60.000 Wohnungen. Das Unternehmen ist börsennotiert und wurde im Jahr 1924 gegründet. Schwerpunkt der Arbeit ist Berlin, die GSW ist dort nach eigenen Angaben „ein führendes privates Wohnimmobilienunternehmen“.

Platz 4: TAG

Die TAG Immobilien AG kommt auf Platz vier der deutschen Wohnungsriesen. Das Unternehmen verwaltet 68.781 Wohnungen. Hauptstandorte sind nach eigenen Angaben die Großräume Hamburg und Berlin, die Region Salzgitter, Thüringen/Sachsen sowie Nordrhein-Westfalen. Sitz der TAG ist Hamburg.

Platz 3: Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen mit Sitz in Berlin bewirtschaftete im April 2013 insgesamt 82.500 Wohnungen. Aktuell gibt das börsennotierte Unternehmen die Zahl der Wohnimmobilien mit rund 89.500 an. Schwerpunkt ist der Großraum Berlin sowie das Rhein-Main-Gebiet, Rheinland, Hannover, Braunschweig, Magdeburg.

Platz 2: Gagfah

Die Gagfah Gruppe mit Sitz in Essen ist die Nummer zwei der Wohnimmobilien-Unternehmen in Deutschland. Im April bewirtschaftete das Unternehmen 145.000 eigene Mietwohnungen und 13.000 für Dritte verwaltete Wohnungen. Aktuell gibt das Unternehmen sogar 35.000 für Dritte verwaltete Wohnungen an.

Platz 1: Deutsche Annington

Die Deutsche Annington erregte mit dem Börsengang im Juli 2013 zuletzt großes Aufsehen. Das Bochumer Immobilienunternehmen bewirtschaftet 210.000 Wohnungen - davon 180.000 eigene. Die Deutsche Annington stieg im Jahr 2005 auf, als sie die Viterra AG mit 138.000 Wohnungen von Eon erwarb.

TLG war Ende Oktober an die Börse gegangen. Der Großteil des Emissionserlöses von knapp 400 Millionen Euro floss allerdings nicht dem Konzern zu, sondern dem Eigner Lone Star. Der US-Finanzinvestor hatte den Bestand an Büros, Läden und Hotels aus dem Besitz der früheren Treuhandanstalt erst vor zwei Jahren von der Bundesregierung gekauft. Die TLG-Aktie kommt seit dem Börsendebüt nicht so recht vom Fleck: Am Freitag notierte sie leicht im Minus bei 10,81 Euro, der Ausgabepreis hatte bei 10,75 Euro gelegen.

Von

rtr

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