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02.02.2005

17:22 Uhr

16 Prozent weniger Umsatz

BMW verkaufte 2004 in China weniger Autos

Der Autokonzern BMW hat auf dem nicht mehr so stark boomenden chinesischen Markt 2004 deutlich weniger Fahrzeuge verkauft als ein Jahr zuvor. BMW-Vorstandsmitglied Burkhard Göschel gab sich mit Blick auf das Absatzminus in China allerdings gelassen.

HB SCHANGHAI/STUTTGART. Der Absatz einschließlich importierter Fahrzeuge sei um 16 Prozent auf 15 480 Autos zurückgegangen, sagte der Repräsentant von BMW in China, Andreas Kunz, am Mittwoch. Die Abschwächung des Booms auf dem chinesischen Markt werde auch in diesem Jahr anhalten, erwartet werde ein Wachstum des gesamten chinesischen Automarkts um zehn bis zwölf Prozent.

Im vergangenen Jahr hatten die Fahrzeugverkäufe in China um rund 15 Prozent zugenommen, nachdem sich der Markt 2003 nahezu verdoppelt hatte. Die chinesische Regierung hatte daraufhin die Kreditvergabe an Autokäufer eingeschränkt, was den Markt dämpfte.

BMW-Vorstandsmitglied Burkhard Göschel gab sich mit Blick auf das Absatzminus in China gelassen. „Wir haben diesen Rückgang erwartet“, sagte er am Rande eines Branchenkongresses in Stuttgart und verwies auch auf die verknappte Kreditvergabe in dem wirtschaftlich boomenden Land. Die Wachstumsraten der vergangenen Jahre seien ungesund gewesen, sie entwickelten sich nun langsam in Richtung eines gesunden Maßes. Göschel ergänzte, er gehe davon aus, dass der Preisverfall auf dem chinesischen Massenmarkt womöglich auch auf das Premiumsegment übergreifen werde. Die Münchener hatten in dem Land zuletzt die Preise für die vor Ort gebauten 3er- und 5er-Modelle um 13 bis 15 Prozent gesenkt.

Im November hatte BMW-Chef Helmut Panke in China noch von einem Absatzzuwachs in den ersten zehn Monaten des Jahres um elf Prozent gesprochen. BMW hatte erst im Oktober 2003 gemeinsam mit dem chinesischen Hersteller Brilliance China Automotive Holdings eine Fertigung mit einer Kapazität von bis zu 30 000 Fahrzeugen pro Jahr gestartet, so dass sich zum Jahresende die Vergleichsbasis verändert hatte. Wegen Chinas Bemühungen, das Wachstum zu dämpfen, hatte das Gemeinschaftsunternehmen seine Prognose für die Produktion 2004 auf 10.000 von ursprünglich geplanten 18.000 Fahrzeugen gesenkt.

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