Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.05.2012

09:29 Uhr

20 Millionen Euro Verlust

Stahlkocher Salzgitter in den roten Zahlen

Der Metallkonzern Salzgitter ist mit einem Verlust in das neue Jahr gestartet. Durch niedrigen Margen und Produktionsprobleme hat der Stahlkocher im ersten Quartal 19,6 Millionen Euro verloren.

Ein Mitarbeiter in Schutzkleidung arbeitet vor einem Hochofen der Salzgitter AG. dpa

Ein Mitarbeiter in Schutzkleidung arbeitet vor einem Hochofen der Salzgitter AG.

HamburgDie Zurückhaltung der Kunden in der Euro-Krise hat Deutschlands zweitgrößtem Stahlkonzern Salzgitter zu Jahresbeginn einen Verlust eingebrockt. Der Konzern aus Niedersachsen gab am Dienstag für das Auftaktquartal einen überraschend hohen Vorsteuerverlust von 19,6 Millionen Euro bekannt. Analysten hatten lediglich mit einem Minus von 11,8 Millionen Euro gerechnet. Als Grund nannte der Vorstand Aufträge zu niedrigen Margen aus dem Schlussquartal 2011, die zu Jahresbeginn 2012 verbucht worden seien. Hinzu kam eine Produktionsunterbrechung bei Großrohren, wodurch mehrere Werke nicht ausgelastet waren.

Inzwischen stiegen die Erlöse wieder, sagte ein Unternehmenssprecher. Allerdings hält der Druck auf die Preise an, da in den von der Schuldenkrise betroffenen Ländern - allen voran Italien und Spanien - weniger Stahl nachgefragt wird. Auch in Frankreich, wo die Autobauer Peugeot und Renault vom Absatzeinbruch in Südeuropa betroffen sind, schwächelt die Stahlnachfrage. Deutschland ist dagegen wegen der stabilen Konjunktur weitgehend davon verschont. Zu den großen Abnehmern von Salzgitter gehört Volkswagen, wo das Geschäft brummt. Im frühen Handel stieg der Salzgitter-Kurs in einem freundlichen Gesamtmarkt um knapp ein Prozent.

Für das laufende Jahr bekräftigte der ThyssenKrupp-Konkurrent seine vorsichtige Prognose. Demnach erwartet der Vorstand einen mindestens stabilen Umsatz und ein positives Vorsteuerergebnis. „Angesichts des schwierigen ersten Quartals stellt es sich als herausfordernd dar, das Vorjahresresultat zu erreichen“, teilte Salzgitter mit. Im abgelaufenen Jahr hatte der Konzern einen Vorsteuergewinn von rund 200 Millionen Euro eingefahren. Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann hatte bereits auf der Hannover-Messe Ende April in besseres zweites Quartal in Aussicht gestellt. Die Kundschaft stimmte er bei der Gelegenheit zum dritten Quartal auf Preiserhöhungen bei Flachstahl und Grobblech ein.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×