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11.01.2005

09:17 Uhr

2005 weiteres Wachstum erwartet

Beiersdorf erfreut die Analysten

Der Markenartikelhersteller Beiersdorf hat im vergangenen Jahr bei stagnierendem Gewinn den Umsatz gesteigert. Gute Auslandsgeschäfte und neue Produkte haben dem Hamburger Kosmetikkonzern dabei geholfen. Auf vergleichbarer Basis legte auch das operative Ergebnis merklich zu.

HB HANNOVER. Für das laufende Jahr erwartet der Nivea-Hersteller, der vom Kaffeeröster Tchibo kontrolliert wird, weiter steigende Erlöse und Ergebnisse in einem anhaltend schwierigen Konsumumfeld. Die Geschäftszahlen für 2004 übertrafen teils die Erwartungen von Experten und sorgten am Dienstag für deutliche Kursgewinne der Beiersdorf-Aktie.

Für 2004 wies der Konzern einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 480 Mill. € aus. Auf Grundlage der geänderten Rechnungslegung entspricht dies einem Plus von 5,5 %. „Wir liegen deutlich über unseren Erwartungen“, sagte eine Unternehmenssprecherin. „Vor allem die Regionen Amerika und Afrika/Asien/Australien haben zu dem guten Ergebnis beigetragen“, erläuterte sie. Die Sprecherin bekräftigte, der Konzern wolle seine Geschäfte in den USA stärken. Es gebe derzeit aber keine konkreten Pläne für Übernahmen.

In Deutschland, wo das Umfeld wie in Europa insgesamt schwierig bleibe, hätten sich vor allem die Make-up-Linie und die Einführung einer neuen Gesichtspflegeserie der Marke Nivea positiv niedergeschlagen, ergänzte sie. Der Jahresüberschuss des Konzerns stagnierte 2004 bei rund 300 (Vorjahr: 301) Mill. €. Belastend wirkten sich nach Unternehmensangaben erheblich höhere Finanzierungskosten im Zusammenhang mit dem Rückkauf eigener Aktien aus.

Der Umsatz legte um 2,5 % auf 4,546 Mrd. € zu. Wechselkursbereinigt ergab sich wie erwartet ein Plus von 4,1 %. Für 2005 geht Beiersdorf nach eigenen Angaben von einer höheren Steigerung aus. Da der Konzern zugleich eine verbesserte Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern von elf Prozent nach mehr als zehn Prozent im Vorjahr voraussagte, rechnet er auch beim operativen Ergebnis mit einem neuerlichen Zuwachs. Die Nettoumsatzrendite soll auf rund sieben von mehr als sechs Prozent 2004 zulegen.

Experten werteten die vorläufigen Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr positiv. Analystin Silke Stegemann von der Landesbank Rheinland-Pfalz sprach von einem Hoffnungsschimmer. Der Markt reagiere positiv, weil Beiersdorf die eigene Ebit-Vorhersage übertroffen habe. „Unter Berücksichtigung der neuen Rechnungslegung liegen die Zahlen über den Analystenschätzungen“, ergänzte ein Börsianer. Das Gemeinschaftsunternehmen BSN medical, das Beiersdorf mit der Londoner Smith & Nephew betreibt, wird ab 2004 in der Bilanz des Hamburger Konzerns nicht mehr voll konsolidiert.

Die im Mittelwerte-Index MDax notierten Beiersdorf-Aktien tendierten am Nachmittag gegen den Markttrend ein Prozent im Plus mit 87,21 €.

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