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29.04.2014

18:46 Uhr

440.000 Autos betroffen

BMW und Mercedes müssen in den USA Wagen zurückrufen

Rückrufe sind unangenehm, zuletzt bekam GM für zu sorglosen Umgang mit defekten Zündungen die Quittung. Nun müssen BMW und Mercedes in den USA Wagen zurückrufen – diesmal sind Rost und mangelhafte Bolzen das Problem.

Müssen nun ihre US-Werkstätten anschmeißen: BMW und Mercedes Benz. dpa

Müssen nun ihre US-Werkstätten anschmeißen: BMW und Mercedes Benz.

DetroitDie deutschen Autobauer BMW und Mercedes-Benz haben am Dienstag insgesamt rund 440 000 Wagen in den USA und Kanada wegen möglicher Defekte in die Werkstätten zurückgerufen. BMW will in den USA mehr als 156 000 Autos und Geländewagen wegen möglicher Motorenprobleme überprüfen lassen. Wie der Konzern am Dienstag in Detroit mitteilte, können sich Bolzen am Gehäuse der Nockenwelle lockern oder brechen, was den Motor bremsen oder ganz ausfallen lassen könnte. Bei Mercedes-Benz geht es um mögliche Fehler an den Rücklichtern von Wagen der C-Klasse.

Rost an einem Konnektor könne dazu führen, dass die Lichter schwächer seien oder ganz ausfielen und sich damit das Risiko von Unfällen erhöhe, teilte der Autobauer ebenfalls am Dienstag mit. Insgesamt rief Mercedes-Benz in den USA und Kanada mehr als 284 000 Autos zurück. Betroffen sind die Modelle C300, C350 und C63 AMG der Baujahre 2008 bis 2011.

In beiden Fällen entstehen den Eigentümern durch den Wechsel der entsprechenden Teile keine Kosten, wie die US-Verkehrssicherheitsbehörde mitteilte.

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Bei BMW sind zahlreiche in den USA verkaufte Modelle aus den Jahren 2010 bis 2012 betroffen, darunter die Automodelle 128i, 328i, Z4, 135i, 335i, 528i, 535i und 640i sowie die Geländewagen X3, X5 und X6. Rund 170 000 Wagen mit Sechs-Zylinder-Motoren aus denselben Baujahren müssen zwar nicht zurück in die Werkstätten, erhalten jedoch nach Angaben von BMW eine verlängerte Garantie wegen des Problems.

Die Rückrufaktion bei Mercedes-Benz umfasst etwa 253 000 Autos in den USA sowie weitere 31 000 in Kanada. Auch in anderen Ländern müssten Wagen zurückgerufen werden, doch gebe es dafür keine Zahlen, sagte ein Konzernsprecher. Sollte das Problem während der Fahrt auftauchen, leuchte eine Warnung auf dem Armaturenbrett auf, teilte Mercedes-Benz weiter mit.

Von

ap

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