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05.01.2005

15:45 Uhr

50 Millionen Euro Umsatzverlust wegen Patentrechtsverletzung

Schwarz Pharma gewinnt Streit um Patentrecht

Der Monheimer Pharmakonzern Schwarz Pharma hat im Patentstreit um ein Bluthochdruckmittel vor einem US-Gericht einen wichtigen Sieg errungen und darf nun auf Schadenersatz vom israelischen Generikahersteller Teva hoffen.

HB FRANKFURT. Ein Gericht im US-Bundesstaat New Jersey entsprach nach Firmenangaben der Klage von Schwarz Pharma wegen Patentverletzung bei dem von Teva produzierten Nachahmer des Schwarz-Bluthochdruckmittels Univasc. „Wir bereiten uns nun auf Schadenersatzforderungen vor“, sagte eine Schwarz-Pharma-Sprecherin am Mittwoch in Monheim ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Teva sieht hingegen noch keinen Abschluss des Verfahrens. „Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen und eine Diskussion über Schadenersatz ist noch weit entfernt“, sagte eine Sprecherin des weltweit größten Generikaproduzenten.

Die im Nebenwerteindex MDax notierte Schwarz-Pharma-Aktie stieg zeitweise um bis zu 3,3 Prozent, notierte aber gegen Mittag leicht schwächer bei 33,14 Euro. An der Börse in Tel Aviv büßte die Teva-Aktie 3,5 Prozent ein.

Teva hatte im September bereits wegen des Verfahrens den Verkauf seines Univasc-Generikums in den USA gestoppt. Die Monheimer hatten in den USA im Oktober 2001 Klage gegen Teva eingereicht, um ihr so genanntes Formulierungspatent auf die Zusammensetzung des Präparats zu schützen. Dieser Patentschutz läuft nach früheren Firmenangaben noch bis Februar 2007 in den USA. Der Generikahersteller Teva war allerdings im Mai 2003 mit einem eigenen Generikum des Mittels auf den US-Markt gekommen.

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