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25.01.2008

22:44 Uhr

50-Prozent-Beteiligung

Gazprom steigt bei OMV-Gashandelsplattform ein

Mit einer Beteiligung von 50 Prozent ist der russischen Gasmonopolist Gazprom in eine bisher allein der österreichischen OMV gehörende Gas-Handelsplattform für den Gasverteiler in Baumgarten eingestiegen. Ein entsprechendes Kooperationsabkommen wurde nach OMV -Angaben am Abend in Wien unterzeichnet.

HB WIEN. Beide Unternehmen wollen künftig gemeinsam auch unterirdische Speicher bauen. Die Gashandelsplattform bei Baumgarten ist einer der größten Verteiler für Erdgas in Europa. Sie soll nach OMV -Angaben zur größten Handelsplattform Zentraleuropas ausgebaut werden.

OMV hatte bereits 2006 die bestehenden Gaslieferverträge der Russen bis ins Jahr 2027 verlängert. Das Vertragsvolumen beläuft sich auf 150 Milliarden Kubikmeter. Die Österreicher hatten 1968 als erstes westeuropäisches Unternehmen einen Gasliefervertrag mit der damaligen Sowjetunion unterzeichnet. Nach dem jetzt unterzeichneten Abkommen sollen über den sogenannten Hub in Baumgarten bis 2010 bis zu drei Milliarden Kubikmeter im Monat gehandelt werden. Das entspricht einer Verdoppelung der gegenwärtig gehandelten Menge. Rund ein Drittel aller Gasexporte Russlands nach Westeuropa fließen zurzeit über die Kompressorstation in Baumgarten.

Die Beteiligung der Russen an der Handelsplattform für Baumgarten war beim Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Wien im vergangenen Mai grundsätzlich beschlossen worden. Der Baumgarten-Hub war bisher eine Tochter der OMV Gas International. Die Plattform gehört schon aktuell zu den drei größten Handelsplattformen in Kontinentaleuropa.

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