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04.01.2011

10:30 Uhr

500-Millionen-Zukauf

FMC setzt auf Osteuropa

Fresenius Medical Care (FMC) setzt seine Einkaufstour 2011 mit einer knapp eine halbe Milliarde Euro schweren Übernahme fort. Der Dialysespezialist spekuliert nun auch auf einen wachsenden Markt in Osteuropa.

FMC kauft kräftig zu. Quelle: ap

FMC kauft kräftig zu.

HB FRANKFURT. Fresenius Medical Care (FMC) aus dem hessischen Bad Homburg gab am Dienstag den Kauf der Blutwäsche-Geschäfte (IDC) der Euromedic-Gruppe bekannt, die in Osteuropa in diesem Bereich zu den Marktführern gehört. Die Akquisition werde jährlich rund 180 Millionen US-Dollar zum Umsatz von FMC beitragen und sich bereits im Folgejahr positiv auf das Konzernergebnis auswirken, erklärte FMC.

"Der Ausbau unserer Position in Osteuropa ist ein wesentliches Element unserer Wachstumsstrategie", sagte FMC-Chef Ben Lipps. Mit der Übernahme reagiere die Tochter des Gesundheitskonzerns Fresenius auch auf die steigende Nachfrage in den schnell wachsenden Gesundheitsmärkten der Region. Euromedic, eine von den Niederlanden aus gesteuerte Holding, will sich den Angaben zufolge künftig stärker auf die Bereiche Diagnostik und Krebstherapien konzentrieren.

FMC finanziert den Kaufpreis von 485 Millionen Euro zunächst aus dem Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit und vorhandenen Kreditlinien. "Nach Abschluss der Übernahme plant Fresenius Medical Care eine langfristige Refinanzierung", kündigte das Management an. Die Übernahme, die von den Kartellbehörden noch genehmigt werden muss, soll in der ersten Jahreshälfte 2011 abgeschlossen werden. Bereits im vergangenen Jahr hatte FMC seine Position in Wachstumsmärkten durch Übernahmen in Russland und Abu Dhabi ausgebaut.

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