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28.03.2012

13:26 Uhr

73 Millionen Euro

Brüssel bestraft Chemiekartell

Die EU-Kommission hat nach illegalen Preisabsprachen mehreren Chemiekonzerne hohe Strafen auferlegt. Von den insgesamt 73 Millionen Euro müssen Arkema France und Elf Aquitaine den Großteil bezahlen.

Eine Erdöl-Raffinerie des bestraften Chemiekonzerns Elf. Reuters

Eine Erdöl-Raffinerie des bestraften Chemiekonzerns Elf.

BrüsselMehrere europäische Chemiekonzerne haben sich bei einem Oxidationsmittel illegal abgesprochen und müssen dafür ein EU-Bußgeld von insgesamt 73,4 Millionen Euro zahlen. Wie die EU-Wettbewerbshüter am Mittwoch in Brüssel mitteilten, entfällt der Löwenanteil auf die französischen Konzerne Arkema France und Elf Aquitaine mit zusammen 59 Millionen Euro. 10,1 Millionen Euro brummten die EU-Kartellwächter dem Konzern Finnish Chemicals auf. Das Konsortium Aragonesas/Uralita aus Spanien muss 4,2 Millionen Euro zahlen. Deutsche Unternehmen waren nicht dabei.

Die EU-Kommission sieht es als erwiesen an, dass sich die Unternehmen von 1994 bis 2000 bei Natriumchlorat absprachen, das unter anderem in der Zellstoff- und Papierindustrie eingesetzt wird. Betroffen von den Strafen waren auch Konzerne aus Finnland und Spanien. Der niederländische Chemieriese Akzo Nobel und seine Tochter EKA Chemicals müssen nichts in die EU-Kasse zahlen, da sie die Preis- und Liefermengenabsprachen den europäischen Kartellwächtern beichteten.

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