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03.07.2013

17:21 Uhr

800 Mitarbeiter müssen gehen

SMA Solar weitet Stellenabbau aus

SMA Solar streicht weitere Jobs. Der Wechselrichterhersteller reduziert die Belegschaft weiter um knapp ein Viertel. Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon richtet sich auf eine lange Durststrecke ein.

Blick über eine Photovoltaikanlage auf das Firmenschild des Solartechnikherstellers SMA Solar in Niestetal. Die Solarkrise schlägt nun auch beim nordhessischen Wechselrichterhersteller SMA Solar voll durch. Das Unternehmen streicht in Deutschland bis Ende des kommenden Jahres 700 Arbeitsplätze. dpa

Blick über eine Photovoltaikanlage auf das Firmenschild des Solartechnikherstellers SMA Solar in Niestetal. Die Solarkrise schlägt nun auch beim nordhessischen Wechselrichterhersteller SMA Solar voll durch. Das Unternehmen streicht in Deutschland bis Ende des kommenden Jahres 700 Arbeitsplätze.

Düsseldorf/NiestetalSMA Solar streicht weitere Jobs. „Wir gehen von einer länger anhaltenden Konsolidierungsphase in der Solarbranche aus“, sagte Vorstandschef Pierre-Pascal Urbon. Der Wechselrichterproduzent kündigte am Mittwoch an, bis Ende kommenden Jahres in Deutschland schrittweise 700 Vollzeitstellen abzubauen. Dies entspreche rund 800 Mitarbeitern, da auch Teilzeitkräfte betroffen seien. Ende 2014 werde SMA Solar hierzulande noch über 3000 Vollzeitstellen verfügen.

Die Krise der Solarbranche hat den lange erfolgsverwöhnten Konzern inzwischen fest im Griff. Wegen des hohen Preisdrucks in der Solarbranche hatte SMA im ersten Quartal 2013 rote Zahlen geschrieben. Bereits Mitte Mai hatte SMA daher angekündigt, zusätzlich zum Personalabbau im vergangenen Herbst weiter Stellen zu streichen. Den starken Umsatzrückgang könne das Unternehmen nicht allein mit den bereits laufenden Sparmaßnahmen auffangen, hieß es damals.

Der Umsatz war im Vergleich zum Vorjahr um fast die Hälfte weggebrochen. Schon im Herbst 2012 hatte SMA Solar einen Personalabbau eingeleitet. Rund 1000 Mitarbeiter, darunter auch 600 Zeitarbeiter, mussten gehen. SMA Solar ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer bei Wechselrichtern, einer zentralen Komponente von Solaranlagen.

SMA – ehemals mit rund 60 Prozent Marktanteil unangefochtene Nummer eins der Branche – muss sich nicht nur gegen wachsende Konkurrenz stemmen, sondern auch gegen den Preisverfall, der die gesamte Solarbranche in die Knie zwingt. Ein Ende der Misere ist nicht in Sicht. Urbon kündigte jüngst für das zweite Quartal einen erneuten Umsatzeinbruch an. Demnach erwartet er Erlöse von 240 bis 280 Millionen Euro nach 429 Millionen Euro vor Jahresfrist. Nach einem Gewinnrückgang 2012 schließt er zudem für das laufenden Jahr einen Verlust nicht aus.

Kommentare (6)

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IsaakNewton

03.07.2013, 17:38 Uhr

Schade, stellt SMA doch hervorragende Produkte her.

Was lernt man daraus ?
Es ist keine gute Idee, in guten Zeiten ein Unternehmen mit Mitarbeitern zu "fluten".

Das erinnert mich an den derzeitigen Aufruf unseres Wirtschaftsministers an die Suedlaender.
Sinngemaess: Kommt alle her, Deutschland braucht jede Menge Fachkraefte!
So produziert man Arbeitslose fuer die Zukunft !

anonym

03.07.2013, 18:25 Uhr

Wie hatte ich doch geschrieben,als Fr.Sommer in die Firma eintrat,Sie kann doch nichts,ausser Stellenabbau siehe(Siemens,NSN).

Account gelöscht!

03.07.2013, 22:00 Uhr

Ich habe es kommen sehen sprach der Blinde und der Taube stimmte zu.

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