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25.04.2016

20:22 Uhr

A 321

Airbus liefert ersten Jet „Made in the USA“ aus

2013 fiel der Startschuss für den Bau einer eigenen Fabrik in den USA. Jetzt hat der europäische Flugzeugbauer Airbus den ersten in Alabama gebauten Jet ausgeliefert. Der Mittelstreckenflieger ging an eine US-Airline.

Ein Mittelstreckenflieger vom Typ A321ist der erste Jet, den Airbus in den USA hat bauen lassen. Reuters

Airbus in der Entstehung

Ein Mittelstreckenflieger vom Typ A321ist der erste Jet, den Airbus in den USA hat bauen lassen.

MobileDer europäische Flugzeugbauer Airbus hat seinen ersten in den USA gefertigten Jet ausgeliefert. Die US-Fluggesellschaft Jetblue übernahm den Mittelstreckenflieger vom Typ A321 am Montag in dem im Herbst eröffneten Airbus-Werk in Mobile, Alabama.

„Ich bin immens stolz“, sagte Airbus-Verkaufschef John Leahy. Die Europäer setzen mit der Expansion auf das Label „Made in the USA“, mit dem man vor allem Kunden aus den Vereinigten Staaten gewinnen will.

Airbus hatte 2012 beschlossen, mit einer eigenen Fabrik in den Heimatmarkt des US-Erzrivalen Boeing vorzudringen. Weniger als ein Jahr darauf war der Grundstein für das 600 Millionen Dollar (533 Mio Euro) teure Werk gelegt worden. Airbus hat dort derzeit nach eigenen Angaben weitere neun Jets seiner meistgefragten Flugzeugklasse, der A320-Modellfamilie, in der Endfertigung.

Wo Airbus Flugzeuge zusammenbaut

Vier Werke

Der größte europäische Flugzeughersteller Airbus baut in vier großen Produktionswerken auf drei Kontinenten Flugzeuge zusammen. Die Hauptproduktionsstätten.

Toulouse

Am Stammsitz von Airbus in der südfranzösischen Stadt mit mehr als 21 000 Beschäftigten in der Region werden auf mehreren Fertigungslinien die A320, A330, A350 und A380 endmontiert. Für die A320-Familie gibt es zwei Endmontagelinien.

Hamburg-Finkenwerder

Das Hamburger Werk in Finkenwerder ist mit 12 700 Beschäftigten die größte Produktionsstätte von Airbus in Deutschland. Für die Flieger der A320-Familie werden hier nicht nur Teile produziert, es gibt auch drei Endmontage-Linien. Eine vierte Linie soll in Hamburg entstehen, wenn die Produktion des Erfolgsschlagers A320 mehr als ohnehin geplant ausgeweitet wird. Auch an anderen Airbus-Programmen wie dem weltgrößten Passagierflugzeug A380 ist Hamburg beteiligt.

Tianjin

2008 eröffnete Airbus ein Werk als Joint Venture in der chinesischen Hafenstadt Tianjin. Dort werden von mehr als 400 Mitarbeitern ebenfalls Flugzeuge der A320-Familie montiert.

Mobile

Mit der Fertigungsstätte im US-Staat Alabama will Airbus dem Erzrivalen Boeing noch mehr Konkurrenz machen. Im Frühjahr 2016 soll dort der erste auf dem 470 000 Quadratmeter großen Areal montierte Mittelstreckenjet der A320-Familie ausgeliefert werden. 1000 Arbeitsplätze sind dort geplant.

Quelle: dpa

Bis Ende 2017 will das Unternehmen auf dem 470 000 Quadratmeter großen Areal in Mobile vier Maschinen pro Monat ausliefern. Durch die Expansion soll der Marktanteil in den USA von zuletzt etwa 40 auf rund 50 Prozent steigen. Das Werk soll Airbus näher an die US-Kundschaft rücken.

Zudem will man dadurch die Kosten senken und Wechselkursrisiken verringern. Durch die Fabrik sollen in und um Mobile etwa 1000 Arbeitsplätze entstehen.

Von

dpa

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