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27.01.2006

16:01 Uhr

Aachen betroffen

LG Philips Displays ist insolvent

Die Aachener Glasfabrik LG-Philips Displays mit knapp 400 Beschäftigten wird wohl schließen müssen. Der Siegeszug der Flachbildschirme ist der Grund.

HB AACHEN. Das Unternehmen beantragte nach Angaben eines Sprechers vom Freitag Insolvenz. Durch den starken Rückgang des Bildröhrenmarktes gebe es große finanzielle Probleme. Der globale Verkaufsleiter der LG-Philips Displays Holding, Wiebo Vaartjes, rechnet mit der Schließung. „Ich erwarte nicht, dass das Unternehmen weiter arbeiten wird“, sagte er

Nach Angaben der Holding hat neben Aachen auch die niederländische Tochter des Konzerns in Eindhoven mit 350 Beschäftigten in Verwaltung, Vertrieb und Entwicklung Insolvenz beantragt. Darüber hinaus kündigte die Holding an, „einige verlustbringende Niederlassungen finanziell nicht mehr unterstützen zu können“. Gefährdet sind demnach auch Betriebe in Frankreich, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Mexiko und den USA.

LG-Philips Displays habe in den vergangenen Monaten Gespräche mit den Geldgebern und Muttergesellschaften des Unternehmens, Philips und LG Electronics, geführt, „um Finanzlösungen“ zu finden. Diese Verhandlungen seien jedoch „erfolglos“ geblieben, teilte die Holding weiter mit.

Die Aachener Belegschaft wurde in einer Betriebsversammlung informiert. „Wir sind tierisch erbost“, sagte der Betriebsratsvorsitzende Martin Droigk. Die Werksleitung habe schon am Donnerstag die Produktion heruntergefahren. Es sei völlig unklar, ob die Maschinen am Montag wieder anlaufen. Droigk sprach von einer „völlig unberechenbaren Situation“ für die Beschäftigten. Er kündigte einen harten Kurs zur Durchsetzung eines Sozialplans an.

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