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06.10.2012

12:12 Uhr

Ab 2013

Opel will in Eisenach die Nachtschicht streichen

Opel will voraussichtlich zum Jahreswechsel im Werk Eisenach auf nur noch zwei Schichten pro Tag umstellen. Die Verhandlungen über den Wegfall der Nachtschicht laufen aber laut dem Betriebsratschef Lieske noch.

Im Opel-Werk Eisenach könnte ab dem Jahreswechsel nur noch in zwei Schichten produziert werden. dapd

Im Opel-Werk Eisenach könnte ab dem Jahreswechsel nur noch in zwei Schichten produziert werden.

EisenachWegen der anhaltenden Absatzflaute will der Autobauer Opel voraussichtlich von Anfang 2013 an im Werk Eisenach die Nachtschicht streichen. „Ziel ist, ab 1. Januar in Eisenach in den zweischichtigen Betrieb zu wechseln“, sagte der Betriebsratschef der Opel Eisenach GmbH, Harald Lieske, der Nachrichtenagentur dpa.

Die Verhandlungen über den Wegfall der Nachtschicht liefen noch, es seien noch eine Reihe von Details zu klären. Einen Personalabbau wird es laut Lieske in der Thüringer Autofabrik aber nicht geben. „Es bleibt bei den 1600 Mitarbeitern.“

Opel hatte bereits Änderungen im Schichtbetrieb angekündigt, bisher aber offen gelassen, wann die Nachtschicht gestrichen wird. Mit dem Serienstart des neuen Stadtautos Adam Anfang 2013 werde eine gute Auslastung von zwei Schichten erreicht, sagte Lieske. „Die Kurzarbeit wird Ende des Jahres definitiv zu Ende sein.“ In die Fertigung des neuen Kleinwagens seien 190 Millionen Euro investiert worden.

Die Ankündigung passt in den Plan von Interimschef Thomas Sedran, der „noch erhebliches Einsparpotenzial“ bei den Produktionskosten des Unternehmens sieht. „Es geht um eine signifikante Größenordnung“, sagte er dem „Tagesspiegel“ vom Samstag, ohne jedoch konkrete Summen zu nennen. Durch strenge Standards der Konzernmutter General Motors (GM) sei Opel bei einigen Autoteilen derzeit an Anforderungen gebunden, die in der Branche „unüblich“ seien.

Eine Alternative zum Verbleib im GM-Konzern gibt es laut Sedran aber nicht. „In diesem Geschäft könnte die Marke Opel nicht alleine bestehen“, sagte er. „Aus Konzernsicht wäre es ein strategischer Fehler, Europa der Konkurrenz zu überlassen.“ Nur in Europa lerne ein Unternehmen, gute Autos kosteneffizient zu bauen.

Lieske sieht mit der Produktion eines zweiten Modells das Werk in Eisenach stabilisiert - bisher wird dort nur der dreitürige Corsa gebaut. Mit einem Tag der offenen Tür wurden das 20-jährige Bestehen des Thüringer Werkes und 150 Jahre Opel gefeiert. Der Rüsselsheimer Autobauer hatte nach dem Mauerfall zu den ersten Großinvestoren in Ostdeutschland gehört.

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Kommentare (1)

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emilioemilio

06.10.2012, 16:11 Uhr

Ein Kommentar zu Opel und GM aus der FAZ!

"GM wird das Geschäftsmodell der EU mit der französischen Hegemonialmacht...

...durchschaut haben.

Nicht von ungefähr läuft die Allianz mit der kriselnden französischen PSA - Group.

Nach der vollständigen EU-Installation wird es wohl zu Exportbeschränken der VW-Group und der Gründung eines Rettungsschirms für kränkelnde EU-Autokonzerne kommen.

FIAT hat sich bereits nach EU-Geldern informiert.

Das Geschäftsmodell ist einmalig - der deutsche Bürger zahlt - früher wurde so etwas Versklavung genannt - heute Solidarität."

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