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06.04.2006

08:19 Uhr

ABB-Chef

Fred Kindle: Unternehmen, Aufgabe und Karriere

Fred Kindle ist Chef des schwedisch-schweizerischen Elektrokonzerns ABB. Das ist keine leichte Aufgabe.



Sein Unternehmen: Der Schweizer ABB-Konzern ist ein Elektrik-Unternehmen mit mehr als 100 000 Mitarbeitern und einem Umsatz von mehr als sechs Mrd. Dollar. ABB ist vor allem in den Bereichen Automatisierung und Energieübertragung tätig. In Deutschland verfügt der Konzern, dessen Großaktionär die schwedische Wallenberg-Familie ist, über eine Gebäudetechniksparte.

Seine Aufgabe: Fred Kindle hat im Januar des vergangenen Jahres nach zahlreichen Managementwechseln die ABB-Führung übernommen. Der Konzern war drei Jahre zuvor wegen milliardenschwerer Klagen von Asbestopfern in eine existenzbedrohende Krise geraten. Kindles Vorgänger Jürgen Dormann hat die Wende eingeleitet. Kindle konnte daher für das vergangene Jahr zum ersten Mal wieder schwarze Zahlen präsentieren. Die Asbestgefahr ist für ABB vom Tisch, seit ein Vergleich mit den Betroffenen am vergangenen Wochenende rechtsgültig wurde. Kindles Aufgabe ist nun, die im weltweiten Branchenvergleich schwache ABB wieder an die Spitze zu bringen.

Seine Karriere: Der 47-jährige Ingenieur hat – wie es sich für einen gebürtigen Liechtensteiner gehört – seine Karriere beim heimatlichen Befestigungstechniker Hilti gestartet. Nach einem Abstecher zu McKinsey landete er 1992 beim traditionsreichen Schweizer Maschinenbauer Sulzer, wo er 2001 zum Chef aufstieg. Dort ist Jürgen Dormann auf ihn aufmerksam geworden, der seine Aufgabe an der ABB-Spitze nach erfolgreicher Sanierung abgeben wollte. Kindle war ein Überraschungskandidat. Dormann organisierte 2004 den Wechsel: Kindle kam zu ABB, arbeitete sich ein, Dormann zog sich auf den Posten des Verwaltungsratspräsidenten zurück.

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