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29.04.2015

14:56 Uhr

ABB in der Krise

Schweizer Maschinenbauer baut Stellen ab

Der Schweizer Maschinenbauer ABB spürt die Folgen des niedrigen Ölpreises – der Vorstand plant in Folge den Stellenabbau. In welchem Umfang bleibt ebenso unklar, wie die Perspektive des Konzerns im laufenden Jahr.

ABB plant den Abbau von Stellen – in welchem Umfang ist noch nicht bekannt. AFP

Öl- und Gastechnikhersteller in der Krise

ABB plant den Abbau von Stellen – in welchem Umfang ist noch nicht bekannt.

MünchenDer Elektrokonzern ABB reagiert mit einem Sparkurs und einem Stellenabbau auf die Flaute im Geschäft mit Öl- und Gastechnik. Konzernchef Ulrich Spiesshofer stockte am Mittwoch die veranschlagten Sonderlasten um 50 Millionen Dollar auf 250 bis 300 Millionen Dollar auf.

„Die Unwägbarkeiten in den kommenden Quartalen werden wir mit Kostensenkungen und zusätzlichen Restrukturierungen adressieren“, erklärte er. Den Umfang des Stellenabbaus ließ Spiesshofer offen. Die Zahl der zu streichenden Arbeitsplätze werde sich im weiteren Jahresverlauf herauskristallisieren. Dann werde zunächst mit den Arbeitnehmervertretern verhandelt.

Im Auftaktquartal steigerte der Schweizer Konzern den Überschuss bereits nur noch durch einen Sparkurs. Während der Umsatz binnen Jahresfrist um ein Zehntel auf 8,56 Milliarden Dollar absackte, kletterte der Nettogewinn um vier Prozent auf 564 Millionen Dollar. Analysten bemängelten, dass ABB hinter den Erwartungen für die operativen Renditen zurückblieb.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 11 – Stihl

Umsatz in 2013: 2,81 Milliarden Euro

Stihl ist ein schwäbisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Waiblingen-Neustadt, tätig in über 160 Ländern. Stihl entwickelt, fertigt und vertreibt motorbetriebene Geräte für die Forstwirtschaft, Landschaftspflege und die Bauwirtschaft.

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2013: 3,35 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2013: 3,5 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2014: 3,75 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Gea

Umsatz 2014: 4,52 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2014: 4,68 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion-Gruppe wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 - Knorr Bremse

Umsatz 2014: 5,2 Milliarden Euro

Das Unternehmen aus München ist der weltweit führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. gegründet wurde es 1905 in Berlin.

Platz 4 – Voith

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 5,35 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 3 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2014: 6,27 Milliarden Euro (nur Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2014: 17,05 Milliarden Euro

Die Linde-Gruppe sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 17,06 Milliarden Euro (nur Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Trotz einer stabilen Auftragslage äußerte sich Spiesshofer für den weiteren Jahresverlauf skeptisch. „In einem anspruchsvollen Marktumfeld haben wir das Volumen der Großaufträge verdoppelt und die Basisaufträge auf einem stabilen Niveau gehalten“, erklärte der Schwabe im Dienste der Schweizer.

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