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10.04.2006

09:59 Uhr

Abbruch von Übernahmegesprächen

Serono schaltet auf Kaufen um

Der Hauptaktionär des Pharmaunternehmens Serono, die Familie Bertarelli, hat alle Gespräche über einen Verkauf des Unternehmens beendet. Nun dreht Serono den Spieß um.

HB GENF. Die Familie sei der Ansicht, dass die Angebote, die sie erhalten habe, die zukünftigen Aussichten des Unternehmens nicht adäquat widerspiegelten, teilte die Gesellschaft am Montag mit. „Serono wird künftig in die bestehenden Geschäftsfelder investieren und aktiv Wachstumsmöglichkeiten durch Akquisitionen verfolgen“, erklärte CEO Ernesto Bertarelli.

Der Verwaltungsrat werde der Generalversammlung nun eine Erhöhung des autorisierten Aktienkapitals vorschlagen, um das Unternehmen mit der Finanzkapazität auszustatten, solche Alternativen zu verfolgen, hieß es weiter. Ende März hatte Serono bereits eine Kapitalerhöhung angekündigt, um selber Übernahmen tätigen zu können. Damals hatte es noch geheißen, die Zukunftspläne reichten vom Verkauf der Firma bis zum Ausbau durch Übernahme.

Zu den genauen Preisvorstellungen für den Kauf von Serono hatte sich Bertarelli aus verhandlungstaktischen Gründen nie direkt geäußert. Finanzkreise gingen von rund 15 Mrd. Dollar aus. Bis zum Ablauf einer von Serono gesetzten Frist im Januar habe keine große Pharmafirma ein Kaufangebot eingereicht, hieß es in den Kreisen. Als Reaktion auf das Ende der Gespräche gaben die Aktien im frühen Handel gut acht Prozent auf 845,00 Schweizer Franken nach.

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