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10.11.2015

22:20 Uhr

Abgas-Skandal

Autobosse halten an Diesel fest

Führende Manager der Autoindustrie haben sich für den Diesel ausgesprochen und ihm eine führende Rolle bei der Erreichung der CO2-Ziele zugesprochen. Auch wehrten sie sich gegen den Generalverdacht gegenüber der Branche.

Führende Manager der Autoindustrie halten weiter am Diesel fest - auch um die CO2-Ziele zu erreichen. dpa

Auspuff eines Fahrzeugs mit Dieselmotor

Führende Manager der Autoindustrie halten weiter am Diesel fest - auch um die CO2-Ziele zu erreichen.

BerlinTrotz des VW-Abgas-Skandals haben Topmanager der Autoindustrie den Diesel verteidigt. „Der Dieselmotor ist für uns fundamental, um die CO2-Ziele zu erreichen“, sagte BMW-Chef Harald Krüger am Dienstagabend in Berlin bei der Verleihung des Autopreises „Das goldene Lenkrad“ der Zeitungen „Bild am Sonntag“ und „Auto Bild“. Ähnlich äußerte sich Opel-Chef Karl-Thomas Neumann. Der Diesel stoße 15 Prozent weniger Kohlendioxid (CO2) aus als Benziner. Neumann sagte, die gesamte Branche stehe unter Generalverdacht. Dies sei aber nicht gerechtfertigt.

EU-Regeln setzen für die Neuwagenflotten der Hersteller Obergrenzen für den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) fest. Diese Ziele sind in den vergangenen Jahren verschärft worden.

VW hatte mit Hilfe einer Software die Abgastests bei Millionen von Dieselfahrzeugen manipuliert. VW-Markenvorstand Jürgen Stackmann sagte, VW kämpfe in erster Linie um das Vertrauen der Kunden. Es gehe darum, „volle Transparenz“ zu schaffen. Dabei aber gehe Gründlichkeit vor Schnelligkeit.

Auch mit Blick auf den Abgas-Skandal forderte Krüger eine andere Führungskultur in großen Unternehmen. Transparenz, Ehrlichkeit, aber auch Widerspruch seien wichtig. Es müsse auch möglich sein, den Chefs zu widersprechen - bei BMW sei dies der Fall.

Bei Volkswagen soll es auch als Folge des Abgas-Skandals einen „Kulturwandel“ in der Unternehmensführung geben. VW galt lange als streng zentralistisch und hierarchisch geführter Konzern, in dem ein „Klima der Angst“ geherrscht haben soll.

Von

dpa

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