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07.08.2014

13:38 Uhr

Absage für Sparmaßnahmen

Porsche-Betriebsrat schaltet sich ein

„Jetzt steige ich in den Ring“: Kaum hat Porsche-Finanzchef Meschke eine unliebsame Sparmaßnahme angekündigt, erteilt ihm Betriebsratschef Hück eine Absage. Auf den Prüfstand müsse vor allem, wer solche Vorschläge macht.

Im Rechtsstreit um die VW-Übernahmeschlacht aus dem Jahr 2008 konnte Porsche einen Erfolg erzielen. Reuters

Im Rechtsstreit um die VW-Übernahmeschlacht aus dem Jahr 2008 konnte Porsche einen Erfolg erzielen.

StuttgartPorsche-Betriebsratschef Uwe Hück hat den Sparüberlegungen von Finanzchef Lutz Meschke eine Absage erteilt. „Die Steinkühlerpause bleibt. Da gibt es nichts zu verhandeln“, sagte Hück am Donnerstag. Nicht einmal während der schlimmsten Krise in den Jahren 1992 bis 1994 habe jemand die nach dem Gewerkschafter Franz Steinkühler benannten Erholzeiten infrage gestellt, sie seien Teil gültiger Tarifverträge. „Jetzt steige ich in den Ring, um das Soziale zu verteidigen.“

Finanzchef Meschke hatte zuvor im „Handelsblatt“ angekündigt, der Sportwagenbauer müsse jedes Jahr um sechs Prozent produktiver werden. Tabus dürfe es dabei keine geben. „Alles muss auf den Prüfstand – auch die Steinkühler-Pause.“ Die Auszeit erlaubt Bandarbeitern in Baden-Württemberg, pro Stunde eine Pause von fünf Minuten zu nehmen.

Die VW-Tochter gilt eigentlich als einer der profitabelsten Autohersteller weltweit und einer der Gewinntreiber des Volkswagen-Konzerns. Im ersten Halbjahr lag die Umsatzrendite, der Anteil vom Gewinn am Umsatz, bei 17 Prozent.

Erst vor wenigen Wochen hatten Porsche und Betriebsrat im Schulterschluss mit Personalvorstand Thomas Edig Auszeiten beispielsweise zur Pflege von Angehörigen angekündigt. Nun werden andere Töne angeschlagen: „Alles muss auf den Prüfstand. Vor allem Vorstände, die die Steinkühlerpause angreifen“, sagte Hück.

Von

dpa

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