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29.05.2012

06:19 Uhr

Absage möglich

Streit um Börsengang von Evonik

VonWolfgang Reuter

ExklusivBei dem Evonik-Börsengang gibt es Streit zwischen den Banken und den Eignern. Die RAG-Stiftung überlegt, weniger Anteile an den Markt zu bringen als empfohlen. Auch eine Absage des Börsengangs steht zur Debatte.

Das Logo von Evonik leuchtet an der Zentrale in Essen. dpa

Das Logo von Evonik leuchtet an der Zentrale in Essen.

BerlinDie mit der Platzierung der Aktien des Spezialchemieunternehmens Evonik beauftragten Investmentbanken Goldman Sachs und Deutsche Bank drängen die Eigner, rund 25 Prozent der Anteile an den Markt zu bringen. Die RAG-Stiftung allerdings, die 75 Prozent an Evonik hält, kann sich auch vorstellen, weniger als zehn Prozent der Anteilsscheine zu platzieren.

Eine große Tranche würde den Investmentbanken zwar mehr Geld in die Kasse spülen, sie  hätte aber den Nachteil, dass der Preis pro Aktie geringer wäre als beim Verkauf eines kleineren Paketes. Kommen aber nur vergleichsweise wenige Aktien auf den Markt, ist das Risiko eines Kurssturzes – wie etwa bei Facebook - nach der Emission deutlich höher.

Das Kuratorium der RAG-Stiftung hat den Stiftungsvorstand deshalb beauftragt, zu prüfen, wie sich eine große und eine kleine Emission auf die Kassenlage der Stiftung auswirken würden. Auch eine Absage des Börsenganges soll dabei durchgerechnet werden. Die Ergebnisse sollen bei der nächsten Sitzung des Kuratoriums am 10. Juni diskutiert werden. Auch über die Preisspanne wird dann beratschlagt.

Auch vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Auffassungen über die Größe der Tranche hat der Stiftungsvorstand Anfang Mai mit der Investmentbank Rothschild einen weiteren Berater an Bord geholt - was Insider als deutliches Misstrauensvotum gegenüber den bisher mandatierten Banken deuten.

Kommentare (1)

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Caveman

29.05.2012, 11:25 Uhr

Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass die derzeitigen Eigner "Kasse machen", damit erwartete, spätere Verluste sozialisiert werden können!

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