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05.01.2012

17:54 Uhr

Absatz

Autobauer müssen nach starkem Jahr skeptisch nach vorn schauen

Daimler meldet für 2011 ein Rekordjahr. Kein Wunder, denn die wichtigen Märkte in China und in den Vereinigten Staaten sind stark gewachsen. Dieses Jahr dürfte sich für die Branche aber erheblich schwieriger gestalten.

2011 glänzte Mercedes, die Marke mit dem Stern. Doch dieses Jahr wird es für die Autobranche schwieriger. dapd

2011 glänzte Mercedes, die Marke mit dem Stern. Doch dieses Jahr wird es für die Autobranche schwieriger.

Detroit/StuttgartDie weltweite Autobranche hat ein starkes Jahr hinter sich. Neben dem boomenden China legte auch der wichtige US-Markt deutlich zu. Nach vorläufigen Zahlen des Marktforschers Autodata wurden im vergangenen Jahr in den Vereinigten Staaten knapp 12,8 Millionen Autos verkauft - ein Plus von 10,3 Prozent gegenüber 2010. Ein Rekordjahr meldete der Stuttgarter Autokonzern Daimler.

Autoexperten erwarten aber ein schwierigeres Jahr 2012. Hauptgründe sind die weltweiten Konjunkturrisiken und die Schuldenkrise in Europa. Furcht vor einer tiefen Rezession halten die meisten Branchenbeobachter aber für unangebracht. Der deutsche Branchenverband VDA rechnet mit einer weltweit leicht steigenden Nachfrage nach Autos.

Während in Westeuropa für dieses Jahr ein Absatzrückgang erwartet wird, gilt neben China und Brasilien auch Indien als einer der wichtigsten Wachstumsmärkte der Automobilindustrie. Bei der Automesse Auto Expo in Neu Delhi, die am Donnerstag eröffnet wurde, will Indien seine Bedeutung für die weltweite Autokonjunktur weiter ausbauen. Die Auto Expo wurde international noch nie so stark beachtet - traditionell viel wichtiger war früher immer die Automesse in Detroit, die am kommenden Montag beginnt.

In Detroit stellen viele Autobauer ihre Jahres-Absatzahlen vor. Daimler tat dies bereits am Donnerstag. Der Dax-Konzern steigerte seinen weltweiten Absatz um 7,7 Prozent auf 1,36 Millionen Fahrzeuge. Zugpferd für die gute Entwicklung bei dem schwäbischen Konzern ist seit vielen Monaten die enorme Kaufkraft in Amerika und Asien, wo sich zweistellige Zuwächse ergeben. Auf Jahressicht notiert Daimler für die USA 13,3 Prozent Steigerung, für China sogar 30,6 Prozent.

Auch Daimler-Rivale Audi legte in China deutlich zu. Die VW-Tochter verkaufte 313.036 Autos und verbuchte damit ein sattes Plus von 37 Prozent. Das Reich der Mitte wurde damit erstmals der wichtigste Absatzmarkt für Audi. Die VW-Tochter dürfte laut Analysten Mercedes beim weltweiten Absatz erstmals hinter sich gelassen haben. Der Autobauer rechnet angesichts der ungebrochenen Nachfrage in China in der Oberklasse weiter mit Wachstum. Auch in den USA hatte Audi zugelegt, die weltweiten Zahlen will Audi wie auch der Münchner Rivale BMW am Montag zum Start der Automesse in Detroit veröffentlichen. Beide Hersteller werden nach Branchenschätzungen Rekordverkäufe für 2011 vermelden.

Kommentare (1)

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drwhite

05.01.2012, 22:46 Uhr

Ihr Artikel enthält einen sachlich gravierenden Fehler. Die Grenze von 95 g/km gilt erst ab 2020, ab 2015 sind es 130 g/km. Siehe VERORDNUNG (EG) Nr. 443/2009

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