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09.04.2012

14:30 Uhr

Absatzboom

Audi schafft mehr neue Jobs als geplant

Audi ist weiter auf Rekordjagd und braucht dafür neue Mitarbeiter. Allein in Deutschland soll es 2000 Neueinstellungen geben. Auch ein geplantes neues Werk nimmt Gestalt an, gebaut werden soll es angeblich in Mexiko.

Allein in Deutschland will Audi in diesem Jahr 2000 neue Stellen schaffen. dpa

Allein in Deutschland will Audi in diesem Jahr 2000 neue Stellen schaffen.

IngolstadtAngesichts des anhaltenden Absatzbooms schafft der Autobauer Audi deutlich mehr neue Jobs als geplant. Wie das Unternehmen am Ostermontag in Ingolstadt mitteilte, sollen in diesem Jahr in Deutschland rund 2000 Mitarbeiter eingestellt werden. Dies seien 800 mehr als ursprünglich angekündigt. Zudem sollen bis zu 700 Leiharbeiter in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen werden. Ein Sprecher der VW-Tochter sagte der dpa am Montag, auch in den Audi-Werken in Györ (Ungarn) sowie in Brüssel (Belgien) seien zusätzliche Stellen geplant. Zur Größenordnung machte er keine Angaben.

Im Zuge des starken Wachstums wird auch ein geplantes neues Werk immer konkreter. Wie der „Spiegel“ berichtete, darf Audi nach langem Ringen innerhalb des VW-Konzerns ein eigenes neues Werk in Mexiko errichten. Zwar hätten sich Top-Manager des VW-Konzerns dafür eingesetzt, dass das VW-Werk in Chattanooga in den USA ausgebaut werde und die Tochter Audi dort eine Fertigung aufziehe. Sie hätten dann aber den Kürzeren gezogen.

In der nächsten Sitzung des VW-Aufsichtsrats am 18. April sollen die Audi-Pläne dem Bericht zufolge besiegelt werden. Die neue Fabrik in Mexiko werde ihre Produktion im Jahr 2015 beginnen. Gefertigt werde dort die nächste Generation des Geländewagens Q5. Audi-Chef Rupert Stadler wolle damit eine Offensive auf dem nordamerikanischen Markt starten, Audi liege dort bislang noch hinter BMW und Mercedes-Benz.

Ursprünglich sollte das VW-Werk in Chattanooga (USA) um einen Audi-Anbau erweitert werden. Reuters

Ursprünglich sollte das VW-Werk in Chattanooga (USA) um einen Audi-Anbau erweitert werden.

Die Betriebsräte hatten sich noch zurückhaltend zum neuen Werk geäußert: „Aus Sicht der Arbeitnehmervertreter von Volkswagen und Audi ist diese Entscheidung noch nicht amtlich“, teilten VW-Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh und der Audi-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Peter Mosch am Freitag mit. Es müssten noch substanzielle Zusagen für die deutschen Audi-Produktionsstandorte Neckarsulm und Ingolstadt erfolgen.

Der Audi-Sprecher sagte am Montag, der Personalaufbau in Deutschland hänge mit den Plänen in Amerika nicht zusammen. Die zusätzlichen Stellen seien bereits seit längerem geplant und hingen mit dem starken Wachstum und der Modelloffensive zusammen Die zusätzlichen Fachkräfte werden laut Unternehmen vor allem in der Technischen Entwicklung und in der Produktion benötigt. Zudem wolle Audi die Felder Leichtbau und Elektromobilität stärken.

Audi beschäftigt derzeit nach Firmenangaben weltweit rund 64.000 Mitarbeiter, davon rund 48.000 in Deutschland. 2011 hatte der Autobauer so viele Autos verkauft wie nie zuvor. Der Absatz stieg um fast 20 Prozent auf weltweit rund 1,3 Millionen Fahrzeuge. Auch ins neue Jahr war Audi mit deutlichen Zuwächsen gefahren und steuert auf ein Rekordquartal zu. Vor allem das Geschäft in den USA und China läuft blendend.

Von

dpa

Kommentare (6)

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Messerschmitt

09.04.2012, 15:32 Uhr

Es ist schön das Audi/VW neue Stellen schafft.Dies zeigt Verantwortung gegenüber den Menschen.
Jedoch sind auch noch viele Dinge im argen.So könnte man im Gesamtkonzern noch sehr viel Geld einsparen -ohne Mitarbeiter entlassen zu müssen.
Auch in der ebene des mittleren Führungspersonal,sollte genauestens geprüft werden inwieweit die Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber vorhanden ist.Nicht grundlos ist der Vorstandsvorsitzende bei einer Automobilausstellung ungehalten gewesen.Und wenn der Herr mal ein bißchen mehr offen ist,was von unten für informationen kommen,würde dieser sicherlich noch mehr ungehalten sein. Interessant ist ein Kommentar aus der Augsburger Allgemeine von heute zum Thema "Verstärkte Kontrollen bei der Post" von einem Kommentator "Semper Vigilis".
Ferner sind durch nachfolgende Maßnahmen,im Gesamtkonzern mehrer hundert Millionen Euro einzusparen:
1.Prüfung und vereinfachung(einheitliche Konzernverpackungen) der Verpackungen und Verpackungseinheiten.
2.Wiederverwendbare Lagermittel und Verpackungsstoffe.Dies schont auch noch die Umwelt.Insbesondere Verpackungen aud natürlich erneuerbaren Rohstoffen verwenden.Dies ist billiger wie die aus ÖL Hergestellten Verpackungen.
3.Umschlagsgerechte Lagerung von Waren in den OTC Lagern.
4.Höhere Standzeiten von Werkzeugen in der Produktion.Dies kann auf verschiedensten weg erreicht werden.
5.Kürzere Reparaturzeiten von Maschinen,hier reicht meistens ein bißchen mehr Flexibilität der Verantwortlichen um dort 3-7 % mehr Auslastung zu erreichen.
6.Optimierung von Produktions und Logistikwegen.
7.Bekämpfung von Werkskriminalität.
8.Überprüfung von Zeitvorgaben und Arbeitsschritten in der Produktion,insbesondere die Bewegungsprofile an Maschinen und Montagebändern.
und vieles mehr!

Crash

09.04.2012, 18:12 Uhr

Immer schön im Ausland produzieren ,aber ohne das Logo "Made in Germany" ist Audi auch nur ein Japaner .

Die EU-Gang möchte , daß das Logo von allen deutschen Fabrikaten verschwindet.
In diesem Fall geht die Wirtschaft in die roten Zahlen .

Deutschland ohne EU wäre die zweite Schweiz u. hätte jetzt
nicht die Megaverschuldung wegen fanatischer Politiker.

Was nützen uns hohe Exportquoten ,wenn die Bankrottländer
wirtschaftlich am Boden liegen u.der deutsche Steuerzahler ran muß .

Zulieferer

09.04.2012, 19:40 Uhr

@Crash
Man merkt, dass Sie noch nie über den deutschen Tellerrand geschaut haben. Glauben Sie wirklich, dass es funktioniert die ganze Welt direkt aus Deutschland zu beliefern? Haben Sie eine Idee von den Logistikkosten, verlängerten Lieferzeiten, Zollproblemen bzw. -kosten etc? Warum wohl produzieren Japaner und Koreaner inzwischen auch in Europa, Nord- und Südamerika, und anderen asiatischen Ländern? Sind die alle dumm?

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