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31.08.2011

14:37 Uhr

Absatzmarkt

China bleibt für Autobauer Maß aller Dinge

Der chinesische Absatzmarkt bleibt für deutsche Autobauer äußerst lukrativ. Künftig dürfte vor allem das chinesische Hinterland den Autoboom treiben. Äußerst begehrt: Modelle der Premiumklasse.

Hauptstraße in Peking. Auch in den Provinzen dürfte der Verkehr in den kommenden Jahren zunehmen. Reuters

Hauptstraße in Peking. Auch in den Provinzen dürfte der Verkehr in den kommenden Jahren zunehmen.

FrankfurtChina bleibt nach einer Studie ein Riesenmarkt mit enormem Wachstumspotenzial für Deutschlands Autobauer. Künftig werde statt der reichen Ostküste vor allem das chinesische Hinterland den Autoboom treiben, prognostizierte die Beratergesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) am Mittwoch in Frankfurt. Die deutschen Hersteller sollen damit bis 2017 rund 50 Prozent mehr Fahrzeuge im Reich der Mitte produzieren als 2010, Deutsche Marken seien besonders in der Premiumklasse gefragt.

Die deutschen Autobauer kommen nach den Berechnungen 2017 auf drei Millionen Autos. Die gesamte Produktion im Land werde sich nahezu auf bis zu 27 Millionen Einheiten verdoppeln - mit einem jährlichen Wachstum von rund neun Prozent.

Der Blick der Experten richtet sich dabei vor allem auf die weniger entwickelten Provinzen im Westen Chinas. Nur halb so viele Chinesen wie in vielen Küstenprovinzen besäßen dort ein Auto. Das Potenzial ist groß: 2010 kamen 44 Fahrzeuge auf 1.000 Einwohner in China - in Deutschland waren es rund 500.

Deutsche Hersteller können nach den Berechnungen besonders in der Premiumklasse punkten. 2010 seien 80 Prozent der verkauften 720.000 Edelkarossen von deutschen Firmen gekommen. Die Beratergesellschaft prognostiziert, dass in fünf Jahren mit einer Million annähernd doppelt so viele Dollar-Millionäre in China leben wie 2010. Entsprechend könnten dann rund 1,3 Millionen Premiumautos verkauft werden.

Von

dpa

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