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08.01.2007

16:28 Uhr

Absatzrückgang

Peugeot Citroen schwächelt

Im Gegensatz zu Europas größtem Autobauer VW hat PSA Peugeot Citroen im vergangenen Jahr weltweit weniger Fahrzeuge verkauft. Dabei sind es gerade die wichtigsten Märkte, auf denen das Geschäft für den französischen Autobauer schleppend läuft.

HB PARIS. Besonders das Geschäft auf den wichtigsten Märkten sei schleppend verlaufen, teilte der französische Konzern am Montag mit. Für dieses Jahr stellte die Nummer zwei in Europa aber wieder ein Wachstum in Aussicht.

Insgesamt verkaufte PSA den Angaben zufolge knapp 3,37 Mill. Autos und damit 0,7 Prozent weniger. Der Absatz der Marke Citroen stieg zwar auf 1,41 Mill. von 1,39 Millionen, aber die Peugeot-Verkäufe gingen auf 1,96 Mill. von knapp 2,00 Mill. zurück. Der französische Rivale Renault hatte am Freitag einen Absatzrückgang um vier Prozent gemeldet, während Volkswagen 2006 mit 5,73 Mill. Autos 9,3 Prozent mehr verkaufte. Zu dem Absatzrekord trugen nach VW-Angaben vom Wochenende alle Marken bei.

Die Absatzentwicklung ist für Peugeot-Citroen 2006 mit insgesamt minus 0,7 Prozent jedoch noch besser als bei Wettbewerber Renault ausgefallen. Renault hatte in der vergangenen Woche ein weltweites Absatzminus 4 Prozent ausgewiesen.

„Auf einem nach wie vor hart umkämpften Markt sollte die Nachfrage in Europa 2007 auf dem Niveau des vergangenen Jahres bleiben“, teilte Peugeot Citroen mit. Die 2006 eingeführten sowie die für dieses Jahr geplanten Modelle sollten eine Rückkehr zu steigenden Absatzzahlen in Europa ermöglichen, während außerhalb Westeuropas ohnehin eine Fortsetzung des Wachstumskurses erwartet werde.

Citroen-Markenchef Claude Satinet sagte, er rechne mit einem Absatz von 1,45 bis 1,5 Mill. Fahrzeugen bis Jahresende. Auch sein Peugeot-Pendant Frederic Saint Geours stellte eine Rückkehr zum Wachstum in Aussicht, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Der Konzern hatte zuletzt mit mehreren Gewinnwarnungen und verstärkter Sparbemühungen angesichts eines harten Konkurrenzkampfs für Schlagzeilen gesorgt. Anfang Februar wird der bisherige PSA-Chef Jean-Martin Folz nach neun Jahren im Amt vom ehemaligen Airbus-Chef Christian Streiff abgelöst. Dieser ist von der Peugeot-Familie, die knapp über 30 Prozent des Kapitals hält, zur Entwicklung eines neuen Plans für nachhaltiges Wachstum aufgefordert worden.

Einen Tag nach dem offiziellen Stabwechsel an der Firmenspitze legt PSA am 7. Februar sein Finanzergebnis für das Geschäftsjahr 2006 vor. Im Oktober hatte der Konzern mitgeteilt, er rechne für die zweite Jahreshälfte mit einer geringeren operativen Gewinnmarge als im ersten Halbjahr, als sie bei 2,4 Prozent lag.

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