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05.01.2007

14:36 Uhr

Absatzzahlen 2006

Mercedes brilliert, Smart versagt

Noch nie hat Daimler-Chrysler so viele Wagen seiner europäischen Marken verkauft wie im vergangenen Jahr, nämlich 1,26 Millionen. Das gute Abschneiden geht auf das Konto von Mercedes. Dagegen sieht die Lage beim Kleinwagen Smart katastrophal aus.

Die Kunden warten auf den neuen Smart (Foto), wobei der äußerlich kaum vom alten zu unterscheiden ist. Foto: Smart

Die Kunden warten auf den neuen Smart (Foto), wobei der äußerlich kaum vom alten zu unterscheiden ist. Foto: Smart

HB HAMBURG. Der Absatz der Pkw-Markengruppe Mercedes sei um 3,2 Prozent gegenüber 2005 gestiegen, teilte der weltweit fünftgrößte Autokonzern am Freitag mit. Vorgenommen hatten sich die Stuttgarter dabei lediglich, wie im Vorjahr mindestens 1,2 Mill. Autos der Marken Mercedes-Benz, Smart und Maybach zu verkaufen. Allein von der Hauptmarke Mercedes wurden 1,148 Mill. Fahrzeuge ausgeliefert, damit lagen die Verkaufszahlen um 6,5 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Auf dem Heimatmarkt in Deutschland habe Mercedes-Benz die Verkaufszahlen im Jahresvergleich von 319 900 auf 324 000 leicht gesteigert und damit die Position als absatzstärkste Premium-Marke behauptet, teilte Daimler-Chrysler weiter mit. Mercedes-Benz liefert sich seit einem Jahr ein Wettrennen mit dem Münchener Erzrivalen BMW darum, wer weltweit absatzstärkster Nobelmarken-Hersteller ist. 2005 hatte BMW Mercedes erstmals als absatzstärksten Autobauer im Premium-Segment übertrumpft. Auch 2006 wollen die Münchener die Spitzenposition behalten. BMW will seine Absatzzahlen auf der Autoschau in Detroit präsentieren, die am Wochenende beginnt.

Besonders erfolgreich war Mercedes-Benz dank neuer Modelle in den USA und in der Region Asien/Pazifik. Auf dem wichtigen US-Markt lieferte die Marke 11 Prozent mehr an Kunden aus und erreichte mit 248 100 verkauften Pkw einen Rekordwert. In der Region Asien/Pazifik legte Mercedes-Benz ebenfalls um 11 Prozent zu. In China stieg der Absatz sogar um 33 Prozent auf 21 100 Einheiten zu. In Westeuropa erhöhten sich die Auslieferungen um 4 Prozent auf 685 200 Pkw.

Smart bricht ein

Den Erfolgen von Mercedes steht der Misserfolg des Kleinwagens Smart gegenüber. Von der Marke wurden 2006 insgesamt nur 112 100 Einheiten ausgeliefert, was einem Absatzrückgang um ein Fünftel entspricht. Smart hatte im Sommer die Produktion des viertürigen Modells ForFour eingestellt und verkauft seitdem nur noch den zweisitzigen Stadtflitzer ForTwo.

Daimler-Chrysler führte den Rückgang des Smart-Absatzes nicht nur auf die Einstellung des Viersitzers, sondern auch auf den im April bevorstehenden Modellwechsel beim Zweisitzer zurück. Viele Kunden warteten auf das neue Modell. Vor diesem Hintergrund liege der Smart-Absatz 2006 „voll im Plan“, hieß es. Wichtigster Markt für den Smart war erneut Italien, wo mehr als 32 000 der Kleinwagen abgesetzt wurden. In Deutschland verkaufte die erst 2006 in die Mercedes Car Group integrierte Marke rund 30 000 Fahrzeuge.

Von der Luxusmarke Maybach wurden 2006 weltweit rund 400 Fahrzeuge verkauft.

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