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11.01.2010

16:49 Uhr

Absatzzahlen

Absatzrekord für VW – BMW und Audi kleinlaut

Die Zeiten der zweistelligen Wachstumsraten beim Absatz sind laut BMW vorbei. Dabei ging es bei den Münchenern im Dezember wieder leicht aufwärts. Enttäuschung dagegen bei Audi: Nach den ordentlichen Monaten Oktober und November gab es für Dezember wieder schwächere Zahlen zu vermelden.

BMW geht nur noch von einstelligen Wachstumsraten aus. Quelle: ap

BMW geht nur noch von einstelligen Wachstumsraten aus.

HB DETROIT. Volkswagen setzt auf dem Weg an die Weltspitze voll auf Angriff: Europas größter Autokonzern rechnet zwar mit einem „harten Jahr“, will der Konkurrenz aber erneut Marktanteile abjagen. 2010 sollen konzernweit mehr als 60 neue Modelle auf den Markt kommen.

Im vergangenen Jahr erzielte Volkswagen gegen den Branchentrend einen Absatzrekord. Die Zahl der weltweiten Auslieferungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozent auf 6,29 Mio. Fahrzeuge. Der weltweite Personenwagen-Marktanteil erhöhte sich von 10,3 Prozent auf 11,4 Prozent. Konzernvertriebsvorstand Christian Klingler sagte am Montag auf der Autoshow in Detroit, zwar sei branchenweit die Talsohle erreicht.

Auch 2010 werde aber „herausfordernd“. Der weltweite Automarkt zeige keine durchgreifende Erholungstendenz. Eine konkrete Absatzprognose wollte Klingler nicht abgeben. VW habe aber eine hervorragende Ausgangsposition. Große Hoffnung setzt VW neben den neuen Modellen auch in neue Werke in Indien, Russland und den USA.

Volkswagen will bis zum Jahr 2018 weltgrößter Autobauer werden und Toyota ablösen. Derzeit ist VW hinter den Japanern und dem US-Autobauer General Motors (GM) die Nummer drei auf dem Globus.

Im laufenden Jahr werden sich die einzelnen Märkte laut VW- Prognose unterschiedlich entwickeln. Während in China und den USA Zuwächse erwartet werden, kommt es in Deutschland und Westeuropa nach dem Auslaufen von staatlichen Konjunkturprogrammen wie der deutschen Abwrackprämie zu Einbrüchen.

2009 profitierte VW vor allem von seiner Stärke in China, Deutschland und Brasilien. Auf dem größten Einzelmarkt China steigerte der Konzern seinen Absatz um fast 37 Prozent auf 1,4 Mio. Fahrzeuge, in Brasilien wuchs der Absatz um 8,7 Prozent auf rund 688 000 Autos. In Deutschland legte VW vor allem dank der Abwrackprämie konzernweit um 17,5 Prozent auf 1,24 Mio. Autos zu.

Unter den einzelnen Marken erzielte die Konzern-Kernmarke Volkswagen Pkw einen Zuwachs von 7,8 Prozent auf 3,95 Mio. Fahrzeuge. Skoda lag bei einem Plus von 1,4 Prozent auf 684 000 Autos. Audi dagegen verzeichnete ein Absatzminus von 5,4 Prozent auf rund 950 000 Fahrzeuge, allerdings war der Rückgang nicht so schlimm wie befürchtet.

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