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08.07.2013

11:25 Uhr

Absatzzahlen

Audi und BMW trotzen der Krise

Gute Nachrichten von den deutschen Autobauern: Trotz der Absatzflaute in Europa konnten Audi und BMW neue Rekorde im ersten Halbjahr einfahren. Die Umsatztreiber liegen jenseits des Kontinents.

BMW-Fertigung in Dingolfing: Noch nie haben die Münchner in einem ersten Halbjahr so viele Fahrzeuge verkauft wie 2013. dpa

BMW-Fertigung in Dingolfing: Noch nie haben die Münchner in einem ersten Halbjahr so viele Fahrzeuge verkauft wie 2013.

München/OngolstadtBMW hat im ersten Halbjahr trotz der Autoflaute in Europa einen neuen Verkaufsrekord eingefahren. Weltweit legten die Absatzzahlen der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce um 6 Prozent auf 954.521 Fahrzeuge zu, wie der Konzern am Montag in München mitteilte. Zu dem Wachstum trug vor allem Asien bei, wo BMW bis Ende Juni rund 272.000 Fahrzeuge auslieferte und damit 14,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In den USA verbuchte der Autohersteller ein Plus von 9 Prozent. In Europa hingegen herrschte Stillstand: Dort lagen die Verkaufszahlen mit knapp 437.000 Fahrzeugen in etwa auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2012.

Damit legten die Münchner stärker zu als der Stuttgarter Rivale Daimler, der von Januar bis Juni um 5,3 Prozent gewachsen war. Bei den Modellen seiner Oberklassewagen verzeichnete BMW sogar ein Plus von 7,7 Prozent auf 804.000 Stück und baute auch hier seinen Vorsprung auf Mercedes aus. Die Marke mit dem Stern hatte von Januar bis Juni weltweit um 6,4 Prozent auf 694.000 Neuwagen zugelegt.

Auch bei Audi liegen die Absatztreiber jenseits des Kontinents. Im ersten Halbjahr konnten die Ingolstädter so viele Autos verkaufen wie noch nie zuvor, wuchsen prozentual genauso stark wie Mercedes. Weltweit legten die Absatzzahlen vor allem dank guter Geschäfte in China, Großbritannien und den USA um 6,4 Prozent auf 780.500 Autos zu, wie die VW-Tochter am Montag in Ingolstadt mitteilte. In Europa bekam Audi die Autoflaute allerdings deutlich zu spüren. Besonders in Frankreich (minus 8,6 Prozent) und Italien (minus 9,8 Prozent) gingen die Verkaufszahlen deutlich zurück. In Deutschland verkaufte Audi 4,3 Prozent weniger Autos als im Vorjahreszeitraum. Für das zweite Halbjahr setzt Audi seine Hoffnungen unter anderem in den Start der neuen A3-Limousine.

Die deutschen Oberklasse-Hersteller machen dank reißender Nachfrage auf den weltgrößten Fahrzeugmärkten in China und den USA Absatzeinbrüche auf dem kriselnden Heimatkontinent Europa wett.

Kommentare (3)

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08.07.2013, 14:10 Uhr

Der Zenith ist bei deutschen Autos so allmählich überschritten, jetzt folgt der Gegenwind.

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08.07.2013, 14:19 Uhr

die deutsche Konjunktur läuft nur deshalb, weil wir im Export unsere Produkte verschenken.
Die USA haben noch nie bezahlt. Ihr Falschgeld, herausgegeben von einem privaten Bankenkartell, war immer nur ein Versprechen auf die Zukunft. Dieses Versprechen wird permanent gebrochen. Seit der Machtergreifung seitens der FED sind von einem US-Dollar noch 2 Cent Kaufkraft übrig. Sollte wirklich einmal "Zahltag" sein, wird der Rest auch weg sein, außer jemand glaubt, diese -offiziell- 15.000.000.000.000 Staatsschulden würden jemals getilgt.
Die Eurozone zahlt größtenteils auch nicht. Deren Verbindlichkeiten landen im Target-System.
Andere Staaten, z.B. Schweiz, zahlen in Franken heute ein Drittel weniger für den BMW als noch vor 5 Jahren.

Das ist die ganze deutsche Konjunktur. Wir verschenken unsre Güter. Wir betreiben die florierendste Kneipe in der Stadt, weil alle Zecher unbegrenzt anschreiben dürfen.

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08.07.2013, 14:55 Uhr

Das ist doch - mit Verlaub - Quark.

Vor nicht mal 15 Jahtren war Deutschland die Bremse schlechthin in der EU. Und so werden WIR ggfs. glücklich sein, wenn uns in einigen Jahren die anderen unterstützen. Es ist und bleibt ein unberechenbares Auf und Ab - mit der Wirtschaft.

Nur die Einfältigen schauen ausschliesslich aufs Jetzt - und lassen sich von lächerlichen Randparteien Angst machen. Dafür sind wir Deutsche übrigens besonders empfindlich - lehrt die Vergangenheit.

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