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16.07.2013

09:38 Uhr

Absatzzahlen brechen ein

Europäischer Automarkt weiter im Krisenmodus

Der europäische Automarkt ist im ersten Halbjahr um 6,6 Prozent geschrumpft, einzig Großbritannien kann sich dem Trend entziehen. Auch für Premiummarken verschärft sich die Lage.

Autostadt in Wolfsburg: Volkswagen bleibt mit großen Abstand Nummer eins auf dem europäischen Automarkt. dpa

Autostadt in Wolfsburg: Volkswagen bleibt mit großen Abstand Nummer eins auf dem europäischen Automarkt.

BrüsselDer europäische Automarkt steckt in der Krise fest. Im Juni gingen die Pkw-Neuzulassungen in der EU im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,6 Prozent auf 1,13 Millionen Autos zurück, wie der Branchenverband Acea am Dienstag in Brüssel mitteilte. Dies war der niedrigste Stand in einem Juni seit 1996. Im ersten Halbjahr sanken die Verkäufe insgesamt um 6,6 Prozent auf 6,2 Millionen Fahrzeuge.

Von den großen Märkten konnte sich lediglich Großbritannien im Juni mit einem Plus von 13,4 Prozent dem allgemeinen Trend entziehen. In Deutschland lag das Minus mit 4,7 Prozent nur leicht unter dem Durchschnitt. In Italien sanken die Neuzulassungen um 5,5 Prozent, in Frankreich um 8,4 Prozent. Die Folge der Talfahrt auf dem europäischen Automarkt sind teure Überkapazitäten.

Die zehn größten Autohersteller Europas

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,35 Millionen (-2,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,43 Millionen (- 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,56 Millionen (+5,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,62 Millionen (- 8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,64 Millionen (+ 0,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,75 Millionen (-4,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,8 Millionen (- 5,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 0,89 Millionen (+1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,11 Millionen (-10,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,49 Millionen (-2,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

BMW-Chef Norbert Reithofer hält den westeuropäischen Markt für „weiterhin schwierig“, so der Manager im Interview mit der „Börsen-Zeitung“. „Aber auch Deutschland ist kein Selbstläufer mehr.“ Künftig will BMW etwa 40 Prozent seiner Fahrzeuge in Europa absetzen, Nordamerika und China sollen jeweils 20 Prozent beisteuern.

Kommentare (21)

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Account gelöscht!

16.07.2013, 10:02 Uhr

Die Abwrackprämie war nur ein Strohfeuer. Es fehlt einfacjh an einer Politik der Konsolidierung.
Wer bitteschön soll denn hier in D noch neue Autos kaufen? Löhne und Gehälter sind im Sinkflug, während Meiten und Energiepreise sich steil nach oben bewegen.

Freidenker

16.07.2013, 10:22 Uhr

Das war doch ABZUSEHEN! Der ganze Wohlstand hat nur auf Pump existiert. Die Löhne stagnieren bewusst gewollt von der Politik, den Konzernen schon seid einem Jahrzehnt. Durch die Krise und der Angst vor Inflation halten die Menschen, die noch ein bisschen Geld haben, dieses zusammen.

Der Kapitalismus bricht genauso wie mit dem Crash 1929 in sich zusammen!! Will nur keiner wahr haben, weil die Masse eben dümmlich ist! Seid über 3 Jahren liegt alleine in der BRD der Binnemarkt schon am Boden!

HB-Leser

16.07.2013, 10:43 Uhr

Da hilt nur eins! Werkverträge mit Hartz-IV Garantieanschpruch für alle! Dann stimmt auch die Rendite! Die Frage ist dann nur, wer kann noch was kaufen, außer den 10% Reichen!

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