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04.01.2011

21:35 Uhr

Absatzzahlen

US-Automarkt fährt mit Tempo aus der Krise

Nach einem deutlichen Plus im Dezember können sich die Autohersteller im abgelaufenen Jahr über zweistellige Zuwächse auf dem US-Markt freuen. Noch stärker als die US-Autobauer legten die Deutschen zu, allen voran Mercedes-Benz.

Mercedes-Autohaus in Little Rock, Arkansas. ap

Mercedes-Autohaus in Little Rock, Arkansas.

HB DÜSSELDORF. Der US-Automarkt hat das vergangene Jahr mit einem Schlussspurt beendet: Der Dezember bescherte der Branche die besten Verkaufszahlen seit knapp anderthalb Jahren. Ungeachtet der Zweifel über den Kurs der US-Wirtschaft zeigte sich die Industrie zudem zuversichtlich, dass die Erholung der Autoverkäufe im neuen Jahr weiter an Fahrt gewinnt.

Bei der Opel-Mutter General Motors (GM) belief sich das Plus im Dezember gegenüber dem Vorjahresmonat auf 7,5 Prozent - bei den vier verbliebenen US-Marken Chevrolet, Cadillac, Buick und GMC waren es sogar 16 Prozent. Ford verkaufte 6,7 Prozent mehr Autos und Chrysler 16 Prozent.

BMW USA und Volkswagen of America kamen jeweils auf ein Plus von rund 17 Prozent, Porsche verbuchte ein Plus von 21 Prozent. Für VW war es die höchste Zahl der verkauften Autos (256.830) seit sieben Jahren. Besonders starke Steigerungsraten verbuchten die Modelle Tiguan und Touareg. Am besten verkauft sich weiterhin der Jetta.

Mercedes-Benz USA verkaufte im Dezember 7,2 Prozent mehr Fahrzeuge. Besonders beliebt waren die höherpreisige E-Klasse sowie die C-Klasse. Im Gesamtjahr verkaufte der Hersteller mit insgesamt 225.007 Fahrzeugen 18 Prozent mehr Autos als ein Jahr zuvor auf US-Chef Ernst Lieb rechnet mit einer Fortsetzung des Wachstums im laufenden Jahr. Die Kleinwagenmarke Smart blieb im Dezember allerdings mit 570 verkauften Autos weiter schwach. Im Gesamtjahr 2010 betrug der Rückgang bei Smart fast 60 Prozent auf nur noch 5927 Autos.

Über das Jahr 2010 erholte sich die von der Wirtschaftskrise heftig gebeutelte Branche ansonsten zügig. GM steigerte den Absatz um insgesamt 21 Prozent, Ford um 19 Prozent und Chrysler um 17 Prozent. Bei Ford war dies der kräftigste Anstieg seit 1984.

Die deutschen Autohersteller konnten ebenfalls eine positive Bilanz ziehen: Porsche lieferte in den vergangenen zwölf Monaten 29 Prozent mehr Fahrzeuge als ein Jahr zuvor in den USA aus, BMW USA verbuchte ein Plus von 9,9 Prozent.

Noch deutlicher gingen die Absatzzahlen bei Mercedes-Benz USA in die Höhe: Das Unternehmen brachte 2010 mit insgesamt 225.007 Fahrzeugen 18 Prozent mehr Autos als ein Jahr zuvor auf amerikanische Straßen.

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