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02.06.2015

22:26 Uhr

Absatzzahlen

VW reißt das Steuer herum

Deutsche Autobauer fahren den Konkurrenten aus den USA und Japan davon. Allen voran Volkswagen, das seinen Absatz im Monat Mai kräftig steigern konnte. Aber auch Mercedes-Benz und BMW sind bei den Amerikanern beliebt.

Die Deutsche Automarke VW konnte ihren Absatz im Monat Mai in den Vereinigten Staaten um 8 Prozent steigern. dpa

Volkswagen in den USA beliebt

Die Deutsche Automarke VW konnte ihren Absatz im Monat Mai in den Vereinigten Staaten um 8 Prozent steigern.

DetroitVolkswagen hat erstmals seit langem seinen Absatz in den USA gesteigert. Unter der Marke VW wurden im Mai acht Prozent mehr Autos verkauft, wie die Wolfsburger am Dienstag mitteilten. Die anderen deutschen Autobauer, die seit Monaten von einem Plus zum nächsten eilen, konnten erneut zulegen und schlugen sich besser als die meisten Konkurrenten aus den USA und Japan. Am stärksten wuchs Mercedes-Benz mit einem Plus von 11,1 Prozent, die VW-Tochter Audi konnte ihre Verkäufe um elf Prozent steigern. Bei BMW rollten 4,7 Prozent mehr Autos der Kernmarke zu den Kunden.

Besonders gefragt waren im Mai Pickups und Geländewagen. Hier wirkt sich der niedrigere Spritpreis aus: Benzinpreis ist den USA im Moment fast einen Dollar je Gallone (etwa 0,24 Euro je Liter) billiger als zum gleichen Zeitpunkt 2014. Insgesamt wurden dem Marktforscher Autodata zufolge im Mai 1,64 Millionen Fahrzeuge verkauft, eine Zunahme von 1,6 Prozent.

Saisonal bereinigt würde dies ein Jahresabsatz von 17,8 Millionen Autos bedeuten. Der Anstieg spiegelt die allgemein gute Stimmung auf dem nordamerikanischen Markt wider. Bislang wurde dort für das Gesamtjahr mit einem Absatz von mehr als 17 Millionen Fahrzeugen gerechnet, das beste Ergebnis seit den 16,9 Millionen des Jahres 2005.

General Motors wies einen Absatzanstieg von drei Prozent und Fiat Chrysler von vier Prozent auf. Toyota und Nissan verloren beide weniger als ein Prozent, blieben damit aber über den Erwartungen. Honda fuhr ihnen mit einem Anstieg von 10,6 Prozent davon.

Einem GM-Sprecher zufolge ist 2015 das zweite Jahr in Folge, in dem die Käufer wegen eines ungewöhnlich strengen Winters erst mit Verspätung in die Verkaufsräume kommen. Die monatlichen Autoabsatzzahlen gelten als ein Indikator für den US-Konsum, der für die amerikanische Wirtschaft sehr wichtig ist.

Von

rtr

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