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19.07.2011

09:50 Uhr

Abschreibungen

Medizintechnik belastet Siemens

Siemens schreibt nach einem Projekt mit dem Rhön-Klinikum über 300 Millionen Euro in der Medizintechnik ab. Die Geschäfte im Bereich erneuerbare Energien laufen schleppend.

Elektrokonzern Siemens hat ein gemeinsames Projekt mit dem Rhön-Klinikum zur Entwicklung der Partikeltherapie beendet. Quelle: ap

Elektrokonzern Siemens hat ein gemeinsames Projekt mit dem Rhön-Klinikum zur Entwicklung der Partikeltherapie beendet.

MünchenDer Elektronikkonzern Siemens wird einem Pressebericht zufolge bei der Zahlenvorlage für das abgelaufene Quartal eine Millionen-Abschreibung in der Medizintechniksparte bekanntgeben. Es werde eine Abschreibung von mehr als 300 Millionen Euro geben, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“ und beruft sich dabei auf Konzernkreise. Im Windgeschäft kämen zwar weiterhin Aufträge herein, doch die Gewinne gerieten unter Druck. Das Solargeschäft laufe zudem schleppend, schreibt das Blatt. Die Siemens-Aktie entwickelte sich am Morgen mit plus 0,3 Prozent etwas schwächer als der freundliche Gesamtmarkt.

Hintergrund der Abschreibung in der Medizintechnik ist der Zeitung zufolge eine Kooperation in der Partikeltherapie gegen Krebserkrankungen. Hier hatten Siemens und der fränkische Klinikbetreiber Rhön-Klinikum ein gemeinsames Projekt am Montag beendet. Die Technologie sei noch nicht so ausgereift, um in absehbarer Zeit einen klinischen Dauerbetrieb wirtschaftlich sinnvoll darzustellen, hatte der Klinikbetreiber am Vortag mitgeteilt.

Dem Bericht zufolge gibt es auch Probleme bei der Solartechnik. „Im Solarbereich fehlt dem Konzern ein industrielles Konzept“, kritisierte dem Blatt zufolge ein Aufsichtsrat.

Von

dpa

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