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26.01.2005

14:42 Uhr

Abspaltung von Lanxess

Größter Konzernumbau in der Bayer-Geschichte

Der Bayer-Konzern beendet mit der Trennung von der neuen Chemiegesellschaft Lanxess und deren Börsengang am Montag den bislang größten Konzernumbau seiner Geschichte. Eine Chronologie der vergangenen 15 Monate.

  • 29. Oktober 2003: Bayer trennt sich von seiner Beteiligung an dem US-Biotechunternehmen Millennium Pharmaceuticals. Den Verkaufserlös von über 300 Millionen US-Dollar will Bayer zur weiteren Schuldentilgung einsetzen.
  • 7. November 2003: Bayer kündigt überraschend an, seine traditionelle Konglomeratsstruktur aufzubrechen. Der größte Teil des klassischen Chemiegeschäfts und Teile des Polymergeschäfts sollen als neue Gesellschaft - sie erhält später den Namen Lanxess - abgespalten und bis Anfang 2005 an die Börse gebracht werden. Die krisengeschüttelte Pharmasparte soll nach erfolgloser Suche nach einem Partner eigenständig fortgeführt werden.
  • 18. März 2004: Bayer weist angesichts hoher Wertberichtigungen im Zuge der strategischen Neuausrichtung für das Jahr 2003 mit mehr als einer Milliarde Euro den größten Konzernverlust seiner Geschichte aus.
  • 28. Mai 2004: Bayer, BASF und die Aventis-Tochter Hoechst verkaufen ihre Beteiligungen an dem Frankfurter Textilfarbstoff-Hersteller DyStar an den US-Finanzinvestor Platinum Equity.
  • 14. Juli 2004: Bayer veräußert seine 15-prozentige Beteiligung an dem Saatgutunternehmen KWS Saat AG an die privaten Investoren Tessner Beteiligungs GmbH und Arend Oetker.
  • 16. Juli 2004: Bayer kündigt an, die Chemiegesellschaft Lanxess Anfang 2005 mittels eines Spin-Offs an die Börse bringen zu wollen. Dabei sollen die Aktien der neuen Firma den bestehenden Bayer-Aktionären zugeteilt werden. Einem für alle Anleger offenen Börsengang (IPO) oder einem Verkauf an Dritte erteilt der Konzern damit eine Absage.
  • 19. Juli 2004: Bayer kündigt an, für 2,38 Milliarden Euro vom Schweizer Pharmakonzern Roche das Geschäft mit verschreibungsfreien Arzneimitteln zu kaufen.
  • 23. August 2004: Bayer spaltet einige biotechnologische Forschungsprojekte bei Atemwegsmedikamenten in eine neue Gesellschaft Aerovance in den USA ab.
  • 13. September 2004: Bayer schließt eine strategische Pharma-Allianz mit dem US-Wettbewerber Schering-Plough.
  • 06. Oktober 2004: Bayer gibt mit der Festlegung des Bezugsverhältnisses für Lanxess der geplanten Abspaltung. schärfere Konturen. Für je zehn Bayer-Papiere sollen Bayer-Aktionäre eine zusätzliche Lanxess-Aktie erhalten.
  • 17. November 2004: Die Bayer-Aktionäre segnen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung in Essen die geplante Abspaltung von Lanxess ab.
  • 02. Dezember 2004: Bayer kündigt die Konzentration seiner Pharmaforschung auf die zwei Gebiete Herzkreislauf einschließlich Diabetes und Krebs an.
  • 13. Dezember 2004: Bayer teilt den Verkauf seines Blutplasma-Geschäfts an die US-Finanzinvestoren Ampersand und Cerberus für rund 450 Millionen Euro mit.
  • 29. Dezember 2004: Bayer gibt bekannt, die Lanxess-Abspaltung am 28. Januar in das Handelsregister der Bayer AG eintragen zu lassen. Lanxess wird dann formell unabhängig. Bayer legt das Datum des Börsendebuts für Lanxess auf den 31. Januar fest.

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