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28.01.2014

18:47 Uhr

ACEA

EU-Autoverband erwartet wachsenden Automarkt

Die europäische Autobranche hat ein schwarzes Jahr hinter sich. Doch nun hofft der Verband Acea auf den Umschwung. Im Blick haben die Industrievertreter dabei vor allem die asiatischen Märkte.

Licht am Horizont für die europäische Autoindustrie? dpa

Licht am Horizont für die europäische Autoindustrie?

BrüsselDer europäische Automobilverband Acea rechnet für das laufende Jahr mit einem Aufschwung auf dem Automarkt. Für 2014 gehe er von einem Zuwachs von zwei Prozent bei den Neuzulassungen aus, sagte Acea-Chef Philippe Varin am Dienstag in Brüssel. Rosige Zeiten erwartet der Verbandschef dennoch nicht: „Dies ist immer noch weit unter dem Niveau von 2007.“ Damals hatten die Neuzulassungen in Europa einen Rekordwert erreicht. Die Werte aus der Periode vor der Krise werde seine Branche „auf absehbare Zeit“ nicht wieder erreichen. 2013 war nach Acea-Angaben das schwächste Jahr seit 1995.

Innerhalb Europas verkauften sich Neuwagen im vergangenen Jahr zwar besonders in Großbritannien gut: Hier zählte Acea 10,8 Prozent Zuwachs bei den Neuzulassungen. Auf den großen Märkten Deutschland und Frankreich sanken die Neuzulassungen indes um 4,2 beziehungsweise um 5,7 Prozent.

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2013 war für den Autoabsatz in Europa das schlechteste Jahr seit der Osterweiterung der Europäischen Union. Doch gerade zum Jahresende gab es auch Lichtblicke, die auf die Zukunft hoffen lassen.

Hoffnungen setzt der Verband derzeit vor allem auf weltweite Absatzmärkte. „Wir sehen deutlich, dass der Kuchen global gesehen größer wird“, erklärte Acea-Generalsekretär Erik Jonnaert. Dies sei eine „gewaltige Chance“ für europäische Hersteller, insbesondere was die Nachfrage in Asien insgesamt angehe und insbesondere in China, Indien, Indonesien und Thailand.

Varin sagte: „Handel ist klar eine mögliche Quelle für künftiges Wachstum für uns.“ Abkommen mit anderen Staaten dürften aber nicht zum Nachteil heimischer Hersteller ausfallen. So sei das 2011 in Kraft getretene Freihandelsabkommen der EU mit Südkorea unausgewogen, im Partnerland seien zu wenige Handelsbarrieren gefallen.

Die Branchenvertreter warnten auch vor den Folgen europäischer Klima- und Umweltgesetzgebung für die Autoindustrie. „Wir sehen oft, dass die EU versucht, andere Regionen in der Welt zu überflügeln“, sagte Jonnaert. Varin ergänzte: „Wenn wir sehr strikte Vorschriften vorantreiben auf Kosten der Wettbewerbsfähigkeit, dann ist das eine Frage.“ So seien die Ende des Jahres vereinbarten Senkungen beim Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid für europäische Neuwagen ab 2020 ehrgeiziger als die Vorgaben in anderen Weltregionen.

Von

dpa

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