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29.01.2005

17:06 Uhr

Acht ist eine Glückszahl in Fernost

Boeing benennt Dreamliner 7E7 in 787 um

Der amerikanische Flugzeugbauer hat seinem in der Entwicklung befindlichen neuen Flugzeugmodell 7E7 Dreamliner den neuen Typennamen 787 gegeben. Das teilte Boeing parallel zu einem vorläufigen chinesischen Großauftrag für 60 der neuen Maschinen mit.

Neuer Name: Aus der 7E7 wird die 787. Foto: dpa

Neuer Name: Aus der 7E7 wird die 787. Foto: dpa

HB SEATTLE. „Wir verwendeten 7E7, um die erheblichen Effizienz-Vorteile hervorzuheben“, erklärte Alan Mulally, der Chef der Boeing Commercial Airplanes. Das „E“ für „Effizienz“ in der Typenbezeichnung sei zum Zeitpunkt des chinesischen Auftrages durch die 8 ersetzt worden, weil diese Zahl in vielen asiatischen Kulturen gutes Glück und Wohlstand bedeute.

Boeing hat alle seine Verkehrsflugzeug-Typen mit der 7-7-Formel benannt, angefangen vom ersten Düsenverkehrsflugzeug 707, über die 717, die 727, die 737, den 747-Jumbo, die 757, die 767 bis hin zur 777 und jetzt der neuen 787.

Produktion soll im kommenden Jahr beginnen

Sechs chinesische Fluggesellschaften werden die 787-Flugzeuge von 2008 an erhalten. Der Auftrag hat zu Listenpreisen von 120 Millionen Dollar je Maschine einen Gesamtwert von 7,2 Milliarden Dollar (5,5 Mrd Euro). Die 787-Flugzeuge sollen an Air China, China Eastern Airlines, China Southern Airlines, Hainan Airlines, Shanghai Airline und Xiamen Airlines gehen. Jede der Fluggesellschaften wird ihre erste 787 für die Olympiade in Peking im Jahr 2008 erhalten. Damit hat Boeing bisher Aufträge für 186 der Maschinen erhalten. Die Produktion der 787 soll 2006 beginnen, und der Erstflug ist für 2007 angesetzt. Die ersten Flugzeuge sollen 2008 in Dienst gestellt werden. Die zweistrahlige Maschine bietet je nach Auslegung 200 bis 300 Passagieren Platz und hat eine Reichweite von bis zu 16 000 Kilometern. Sie verbraucht 20 Prozent weniger Treibstoff als vergleichbare derzeitige Flugzeuge.

China dürfte neben den USA in den kommenden 20 Jahren der am schnellsten wachsende Flugzeugmarkt werden. Mehr als 3500 Boeing- Maschinen oder ein Drittel der globalen Boeing-Flotte hätten in China gefertigte Hauptteile und Komponenten, betonte Boeing.

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