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17.11.2014

16:59 Uhr

Actavis schluckt Allergan

66 Milliarden Dollar für Botox-Hersteller

Das Pharmaunternehmen Actavis schluckt den Botox-Hersteller Allergan für rund 66 Milliarden Dollar. Dabei zieht der Rivale Valeant den Kürzeren. Die Fusion lässt einen der zehn größten Pharmakonzerne der Welt entstehen.

Das Objekt der Begierde: Ein Fläschchen mit Botox der Firma Allergan. Reuters

Das Objekt der Begierde: Ein Fläschchen mit Botox der Firma Allergan.

New York/Dublin/IrvineMegadeal am Pharmamarkt: Der irisch-amerikanische Branchenriese Actavis schluckt den umworbenen US-Rivalen und Botox-Hersteller Allergan. Actavis bietet 219 Dollar pro Aktie, die Unternehmen taxierten den Übernahmewert am Montag in einer gemeinsamen Mitteilung auf 66 Milliarden Dollar (53 Mrd Euro). Durch die Fusion solle einer der zehn größten Pharmakonzerne weltweit entstehen.

Gemeinsam wollen die Firmen im nächsten Jahr einen Umsatz von 23 Milliarden Dollar machen. Für Actavis ist der Zukauf ein Kraftakt, der Konzern ist selbst kaum größer als sein Übernahmeziel. Dennoch gingen Actavis-Aktien in New York zum Wochenauftakt mit einem Plus von mehr als drei Prozent in den Handel. Allergans Papiere stiegen um über sechs Prozent.

Der Botox-Macher Allergan wehrt durch den Zusammenschluss einen Angriff des kanadischen Wettbewerbers Valeant ab, der mit Unterstützung des New Yorker Hedgefonds-Managers Bill Ackman eine feindliche Übernahme voran treibt. Ackmans Firma Pershing Square hat eine fast zehnprozentige Beteiligung bei Allergan aufgebaut und bis zuletzt Druck für eine Hochzeit mit Valeant gemacht.

Ein Deal mit Actavis hätte auch Konsequenzen für eine mögliche weitere milliardenschwere Transaktion. Banker hatten zuletzt gesagt, Pfizer habe nach dem Scheitern der Übernahme des britisch-schwedischen Arzneimittelherstellers AstraZeneca weitere Ziele ins Visier genommen - darunter Actavis. Gelingt Actavis nun der Kauf von Allergan, wäre der Generikakonzern für Pfizer künftig ein weitaus größerer Brocken.

Actavis ist schon seit einiger Zeit auf Einkaufstour. Erst vor wenigen Monaten hatte der Konzern die Übernahme des US-Pharmaunternehmens Forest Labs für 25 Milliarden Dollar abgeschlossen

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