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14.02.2017

11:37 Uhr

Actelion

Biotechfirma glänzt mit Rekordgewinn

Die Schweizer Biotechfirma Actelion hat vor der Übernahme durch Johnson & Johnson einen Rekordgewinn erzielt. Bei dem 30 Milliarden Dollar schweren Deal geht es nun um die finanziellen Details.

Der Schweizer Konzern aus Allschwil glänzt mit einem Rekordgewinn. Reuters, Sascha Rheker

Actelion

Der Schweizer Konzern aus Allschwil glänzt mit einem Rekordgewinn.

Zürich/FrankfurtEuropas größte Biotechfirma Actelion verabschiedet sich mit einem Rekordgewinn aus ihrer Eigenständigkeit. Das vor der Übernahme durch den US-Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson stehende Unternehmen profitierte von einem starken Geschäft mit seinen neuen Lungenmedikamenten. 2016 kletterte der Nettogewinn um mehr als ein Viertel auf 696 Millionen Franken (653 Millionen Euro), wie die Gesellschaft am Dienstag mitteilte. Analysten hatten Actelion allerdings einen noch stärkeren Gewinnanstieg auf 737 Millionen Franken zugetraut.

Der Umsatz legte um 18 Prozent auf 2,4 Milliarden Franken zu. Damit habe Actelion soviel umgesetzt und verdient wie nie zuvor, sagte Finanzchef Andre Muller. Actelion und J&J arbeiteten nun an den operativen und finanziellen Details des Mega-Deals, nach dem die Forschung von Actelion als eigenständiges Unternehmen ausgegliedert und an die Schweizer Börse gebracht werden soll.

J&J hatte Ende Januar den Kauf von Actelion für 30 Milliarden Dollar angekündigt. Es wäre die teuerste Übernahme in Europas Gesundheitsbranche seit 13 Jahren. Dass noch ein Konkurrent mit einer höheren Offerte um die Ecke kommt, wird nicht erwartet. Die Transaktion soll bis Ende des zweiten Quartals abgeschlossen werden. Die 1997 gegründete Actelion ist auf Medikamente zur Behandlung von lebensbedrohlichem Bluthochdruck im Lungenkreislauf (PAH) spezialisiert und hochprofitabel. Analysten trauen den beiden neuen PAH-Arzneien Opsumit und Uptravi 2020 zusammen mehr als 4,6 Milliarden Franken Jahresumsatz zu.

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Im vergangenen Jahr setzte Actelion mit Opsumit 831 Millionen Franken um, ein Plus von 61 Prozent. Uptravi, das erst 2016 auf den Markt kam, erzielte einen Umsatz von 245 Millionen Franken. Das Mittel sorgte allerdings vor kurzem für negative Schlagzeilen wegen des Todes von fünf mit der Arznei behandelten Patienten in Frankreich. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA empfiehlt das Medikament aber vorerst weiterhin zur PAH-Behandlung, nimmt die Sicherheit von Uptravi aber genau unter die Lupe und will weitere Daten analysieren und dann endgültig entscheiden.

Von

rtr

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